Freitag, 11. August 2017

Warum ich welche Sportarten mache & meine Fitnessroutine der letzten Zeit

Wer meinen Blog jetzt schon ein bisschen länger verfolgt weiß bereits, dass ich absolut Sport&Fitness begeistert bin. Seit dem Teenager Alter, circa mit 13/14 Jahren habe ich angefangen Sportarten auszuprobieren und mit der Zeit immer mehr Gefallen daran gefunden mich körperlich zu betätigen. 
Es ging mir dabei immer zweitrangig um den optischen Aspekt, sondern in erster Linie darum, was Sport für meine Psyche tut und generell zu meinem allgemeinen Wohlbefinden beiträgt.
Über die Jahre habe ich Verschiedenes ausprobiert und getestet und bin dabei im wesentlichen bei drei Sportarten geblieben, die sich für mich innerhalb der letzten drei Jahre am meisten bewährt haben. 

Laufen


Mit dem Laufen hat bei mir eigentlich alles angefangen. Als ich meine Mutter mal fragte, wie ich denn am besten mit Sport anfangen könnte (damals war es auch noch mein Wunsch ein paar Kilo zu verlieren), meinte sie ich solle doch einfach eine Runde im Park joggen oder mich auf mein Fahrrad schwingen.

Ich denke ab meinem allerersten Lauf war es sofort Liebe. Ich hatte noch nie Schwierigkeiten mit der Ausdauer und konnte schon im Schulsport immer ohne Probleme durchhalten, während der Rest neben mir förmlich abgekratzt ist. Woher ich diese angeborene Ausdauer habe weiß ich nicht, jedoch macht sie Joggen für mich zum absoluten Fun- und gleichzeitigen Entspannungsfaktor, weshalb ich von da an immer öfter und regelmäßiger Laufen gegangen bin. Fahrradfahren alleine reicht mir als Ausdauersport nicht, wenn man das Rad allerdings als Haupttransportmittel gebraucht kann es schon etwas zur allgemeinen Fitness beitragen.

Warum laufe ich so gerne und welchen Effekt hat diese Sportart auf mich?


Ich laufe bis heute gern, weil es meiner Meinung nach die unkomplizierteste Sportart überhaupt ist. Man kann sie überall durchführen und braucht dafür lediglich ein Paar gute Schuhe, mehr nicht.

Außerdem ist Joggen für mich wie Medizin an schlechten Tagen, wenn ich mich gerade in einem Motivationsloch befinde oder den Kopf einfach voll mit negativem Shit habe.
Eine Runde draußen an der Luft, ob mit Musik oder ohne und ich weiß zu 100 prozentiger Garantie, dass es mir danach besser geht. Was ich an dieser Stelle vielleicht noch erwähnen sollte, ist dass ich mich nach jedem Lauf anschließen mindestens 5 Minuten dehne, das ist essenziell und sollte nie vergessen werden.
Außerdem gibt es einem ein unglaublich gutes Körpergefühl, wenn man spürt wie sich die Muskeln anspannen und das Herz pumpt und man gleichzeitig das Gefühl hat, dass ein Stück psychischer Ballast von einem abfällt. Für mich ist es ein absolutes Freiheitsgefühl, was ich währenddessen verspüre und das kann ich mir glücklicherweise an jedem beliebigen Ort bescheren. 
Damit währen wir beim zweiten großen Pluspunkt dieser Sportart, ihr könnt sie nach Belieben variieren. Je nachdem zu welcher Tageszeit ihr lauft und welche Strecke ihr euch aussucht, fühlt ihr euch anders dabei. Ich laufe sehr gerne morgens, weil es für mich mit anschließender kalter Dusche der ideale Wachmacher ist, aber auch den Sonnenuntergang genieße ich sehr gerne dabei, was wiederum ein schönes Ritual ist um den Tag zu beenden.
Wenn ich mich mal explizit richtig auspowern will, baue ich währenddessen abwechselnd noch Sprints ein, als sogenanntes Intervalltraining. 
Wenn ihr bisher eher skeptisch wart und noch der Meinung seid Joggen ist nichts für euch, gebt dem Ganzen mal eine Chance. Sobald man sich ein bisschen Ausdauer antrainiert hat, bin ich der festen Überzeugung, dass es jedem Menschen gut tut ab und an mal eine Runde zu laufen.

am allerschönsten ist es in der freien Natur.

Yoga


Wie genau ich zu Yoga gekommen bin weiß ich nicht mehr genau, ich denke angefangen habe ich mit ein paar Übungen zuhause auf der Matte, die mir meine Mum gezeigt hat, man kann sich zu dem Thema aber auch bestens Inspiration auf Youtube holen. 

Dann habe ich eine Zeit lang mal hin und wieder die Yoga Kurse im Fitnessstudio besucht und mir anschließend eine 10er Karten fürs Studio bei mir um die Ecke besorgt. 
Auch die Art von Sport hat mir auf Anhieb gefallen, auch wenn der Effekt ein ganz anderer ist, als der nach richtigem Kraft- oder Ausdauersport.

Wieso mache ich Yoga und welche positiven Aspekte hat diese Sportart?


Yoga verbessert a) die Gelenkigkeit, was mir als sehr statischer, ungedehnter Person echt verdammt guttut. Es ist toll für eine aufrechte Haltung, insbesondere für die Rückenmuskulatur und man fühlt sich danach echt flexible und wie einmal komplett auseinandergezogen. 

B) ist die Sportart natürlich auch dafür bekannt, dass sie zum psychischem Wohl beiträgt, was ich auch durchaus bestätigen kann. Nach einer guten Session, die im Regelfall eigentlich immer mit Meditation endet, fühlt man sich geerdet, entspannt und gleichzeitig wieder voll aufgeladen und fokussiert.
Die Mischung aus Beweglichkeit, Kraft und Entspannung sorgt bei mir für ein echt gutes Gefühl, allerdings würde mir Yoga als alleinige Sportart nicht ausreichend, weil ich mich danach nicht genügend ausgepowert fühle. 
Zwischendurch ist es aber auf jeden Fall eine tolle Sache und wenn man ein paar Grundübungen, wie z.B den Sonnengruß beherrscht, lässt es sich auch überall durchführen, wenn man gerade mal das Bedürfnis hat Körper und Geist ein wenig zur Ruhe zu bringen.



Krafttraining


Und damit meine ich explizites Kraftraining mit Gewichten im Fitnessstudio (es sei denn man hat ein home gym). Bis ich schätzungsweise 15 war, habe ich mein Sportprogramm neben regelmäßigen Läufen durch zusätzliche Übungen zu Hause erweitert. 

Das waren dann meistens so die Klassiker mit Eigenkörpergewicht (oder auch mal provisorischen Gewichten) wie Situps, Squats etc. 
Als ich mich dann mehr mit dem Thema auseinandergesetzt habe, bin ich auf die Youtube Fitnessszene gestoßen und habe von da an auch ab und an home workouts gemacht. Die mache ich bis heute gelegentlich mal, meine liebsten Kanäle sind diesbezüglich blogilates und der von Anne.
Der ganze Fitnesslifestyle hat mich irgendwie total mitgerissen, sodass ich mich über einen Groupon Gutschein einer Freundin dann für begrenzten Zeitraum zum ersten Mal in einem Fitnessstudio anmelden konnte, indem die Anmeldung schon unter 16 Jahren erlaubt war (ob das nun verantwortungsvoll ist, sei mal dahingestellt). 
Zu merken, dass man mit Krafttraining bestimmte Körperteile optisch sichtbar modellieren kann, hat mich so gepusht, dass ich dann mit 16 eine Jahresmitgliedschaft im Fit Star beantragt habe.

Wieso Kraftraining im Gym?


Als mein Vertrag dann ausgelaufen ist, habe ich ein Jahr lang kein Fitnessstudio mehr besucht, was mehrere Gründe hatte, derzeit bin ich aber seit gut drei Monaten wieder voll dabei.

Klar kann man seinen Körper auch zuhause mit bestimmten Übungen und Hilfsmitteln, wie Terrabändern etc. schön shapen, allerdings gibt es einem lang nicht das gleiche Gefühl, was man im Fitness beim wortwörtlichen Pumpen hat. 
Das Gym hat für mich im wesentlichen drei Vorteile: a) Wer richtig trainiert, kann schnell optische Erfolge erzielen, b) ich feier das Ambiente und generell den lifestyle, weshalb ich auch gemischte Studios gegenüber denen bevorzuge, die nur für Frauen sind, da ist das feeling nochmal ein Anderes. Außerdem mag ich es einen Ort zu haben, an dem ich mich voll und ganz nur auf den Sport fokussieren kann ohne wie zuhause der Fall, ständig von Eltern unterbrochen werde oder meine Nachbarn sich beschweren, weil die Sqaut Jumps mal wieder zu laut waren... und c) es steigert mein Selbstbewusstsein und ich finde meinen Booty nach einem Unterkörpertraining drei mal so sexy. Das ist natürlich mit Augenzwinkern gemeint, weil ich weiß, dass vor Allem ich selbst meinen Körper anders wahrnehme, während mein Umfeld höchstwahrscheinlich keine Riesenveränderung an mir erkennt.
Aber darum geht es ja, um unser eigenes Körperempfinden, denn wir sollen uns in unserer Haut verdammt nochmal gut fühlen und im Bikini selbstbewusst sein.
Das einzige persönliche Manko, was ich beim Krafttraining habe ist, dass mir eher mal die Motivation ausgeht, als bei anderem Sport. Um wirkliche Fortschritte zu erzielen, muss man den Trainingsplan schon über einen gewissen Zeitraum durchziehen, was mir schnell mal zu eintönig wird.
Aber das ist nicht schlimm, da ich mir vorgenommen habe mich nicht mehr zu irgendwas zu zwingen, wenn mir mein Training also zu langweilig wird, baue ich neue Übungen ein oder verzichte eben. Macht das, was sich für euch gerade richtig anfühlt!


Wie sieht meine derzeitige Fitnessroutine aus?

Wie schon erwähnt, mag ich es nicht mich an einen genauen Plan zu halten, sondern bevorzuge es mich sportlich so zu betätigen, wie es sich im Moment gerade gut anfühlt.
In den letzten drei Monaten, habe ich auf Grund so langer Pause wieder voll meine Lust am Trainieren gefunden, weshalb ich aktuell ca drei Mal die Woche ins Gym gehe. Da mache ich dann meistens zwei Mal ein Ganzkörpertraining, bei dem ich die Übungen aber immer unterschiedlich gestalte, je nachdem worauf ich gerade Lust habe. Meistens dabei sind aber Latzug, Beinpresse, Squats und Ausfallschritte mit der Langhantel, Rudern, Situps und Donkey Kicks mit Gewichten. Die restlichen Übungen variiere ich je nach Lust und Laune (jetzt werden Fitnessexperten sicher aufschreien weil sie der Meinung sind, dass ,,wahlloses" Trainieren keine Erfolge bringt, aber auf sowas höre ich nicht, schließlich ist es für mich lediglich ein Hobby). Ein Tag ist dann immer ,,booty day", an dem mache ich dann gezielt isolierte Poübungen (Beinheben, Glute Bridges, Donkey Kicks...) und meistens noch etwas für den Bauch.
Außer dem Training im Fitnessstudio gehe ich dann noch mindestens einmal die Woche Laufen und auch da mache ich es so, dass ich immer dann gehe, wenn ich die Lust verspüre.
Ich bin so momentan sehr zufrieden, möchte mich aber in nächster Zeit wieder mehr dem Yoga widmen, weil ich das jetzt für eine ganze Zeit lang nicht mehr gemacht habe und mich aktuell so fühle, als würde es meinem Körper wieder guttun.

Ich werde morgen für eine Woche nach Italien fahren und vielleicht auch da etwas Sport machen, weil es für mich wie gesagt einfach zum Leben dazu gehört, weswegen ich eigentlich auf Reisen keine großen ,,Pausen" mache. Wenn euch auch eine Travel Fitnessroutine interessiert, lasst es mich wissen:) Ob ich dort bloggen werde, weiß ich noch nicht, auf Instagram wird aber bestimmt ein paar Bilder zu sehen geben --> _amandaleea_
Schreibt mir gerne in die Kommentare, was ihr so an Sport macht und ob ihr diesbezüglich eher der strenge ,,Routinemensch" seid, der genau nach Plan trainiert oder auch eher intuitiv?
Bis bald und ein schönes Wochenende!

Dienstag, 8. August 2017

,,Nur wenn ich es will"

Ich sehe ihn von Weitem, wie er auf mich zukommt und weiß augenblicklich: ,,Das hier, war ein großer Fehler." Doch wie nun aus der Affäre ziehen? 
Er sieht nicht schlecht aus, macht keinen unsympathischen Eindruck, aber schon die Art wie er sich auf mich zubewegt, turnt mich nicht an. Das Grinsen was er dann allmählich aufsetzt und die schräge Cap die er auf dem Kopf trägt, werten meinen Gesamteindruck auch nicht gerade auf. Ich merke wie es in meinem Kopf zu rattern anfängt und ich fieberhaft am Grübeln bin, wie ich dieses ,,Date" hier so schnell wie möglich beende. 
Mir bleibt nicht genug Zeit zum Überlegen, denn schon befinde ich mich mitten drin. 
Wochenlang geschrieben, während ich im Ausland war und über dieses eine Treffen hier spekuliert, doch nun weiß ich vom ersten Moment an, dass er einfach nicht mein Typ ist. 
Im Verlauf des Abends, bestätigt sich mein Ersteindruck leider noch mehr, so sehr hatte ich doch noch auf eine überraschend, positive Wendung gehofft. Er scheint nicht zu merken, wie abgeturnt ich bin, denn ich gebe mir große Mühe es ihm nicht zu zeigen, während ich immer noch nach einem Vorwand suche, das Treffen schnellstmöglich abzubrechen. 
,,Wieso habe ich es nur darauf angelegt, wenn ich mir vorher schon unsicher war?"
,,Jetzt zu gehen, nachdem ich ihm über so lange Zeit Hoffnungen gemacht habe, kann ich einfach nicht bringen. Wie stehe ich dann auch da?"

Anstatt ihm einfach in ein paar freundlichen Sätzen zu erklären, dass ich persönlich zwischen uns keine Verbindung spüre und dann zu gehen, handle ich so, wie man falscher gar nicht handeln kann.

Ich möchte mich nicht weiter mit ihm unterhalten, habe aber dennoch das Gefühl ihm etwas ,,schuldig" zu sein, schließlich war unser Treffen schon so lang Gesprächsthema. Also verleite ich uns beide dazu, schnell noch was Hochprozentiges zu besorgen und dann seine Wohnung aufzusuchen. 
Um ihm das zu geben, was er sich wohl von dem Treffen erwartet hat und es dann für immer als einmaligen one night stand abzustempeln.
Auf dem Heimweg fühle ich mich zugegeben äußerst schlecht und ausgenutzt, wobei ich doch diejenige war, die es soweit hat kommen lassen. ,,Wie blöd kann man sich eigentlich verhalten?", denke ich mir und als meine Freundinnen mich am nächsten Tag fragen, wie es gelaufen ist, antworte ich mit ,,Kein Kommentar", sosehr schäme ich mich.
Meine erwartete Reaktion seinerseits, unsere Begegnung ebenfalls bloß als one night stand anzusehen, tritt auch nicht ein, denn prompt am nächsten Morgen bekomme ich eine Nachricht von ihm auf mein Handy. Es habe ihm echt Spaß mit mir gemacht, wann wir uns denn das nächste Mal sehen wollen.
Und ich weiß, dass es in diesem Leben niemals ein nächstes Mal geben wird, ich wünschte mir es wäre nie so weit gekommen.
Erst versuche ich es mit Ausreden, in der Hoffnung, dass er bald aufgibt und ich diesen Abend so schnell wie möglich vergessen kann, doch das funktioniert nicht. Er meldet sich immer wieder bei mir und fragt wann wir uns wiedersehen.
Mir wird klar, dass er es auf diesem Weg wohl nicht verstehen wird, also reiße ich mich zusammen und vereinbare noch einmal ein Treffen um ihm persönlich zu beichten, dass mit uns nichts mehr laufen wird. Denn solche Dinge über Whatsapp zu klären, halte ich für feige.
Seine Reaktion auf mein Geständnis, ist wie zu erwarten sichtlich angepisst, doch ich kann die Sache für mich nun mit reinem Gewissen beenden, anstatt einen weiteren blockierten Kontakt auf dem Handy zu haben. 

Warum ich nun diese Story erzähle?


Gerade als Frau gerät man des öfteren in Situationen, in denen man das Gefühl verspürt, dass vom Gegenüber etwas erwartet wird, selbst wenn es gar nicht offen kommuniziert wurde.

Wer kennt das Szenario nicht, wenn man einen süßen Typen kennenlernt, sich den Abend über gut versteht, vielleicht auch miteinander flirtet und obendrein noch etliche Drinks spendiert bekommt. Es mag eine nette Geste sein, wenn der Man ein Gentleman ist, oft steckt hinter den bezahlten Drinks jedoch noch eine zweite Absicht.
Das wird spätestens dann klar, wenn man sich nach einem Abend, mit bezahltem Essen, Kinobesuch, Drinks etc. mit einer freundlichen Umarmung verabschieden möchte und der Typ auf einmal sichtlich stutzig reagiert. Ganz nach dem Motto ,,das solls jetzt schon gewesen sein? Ich dachte wenigstens ein Kuss wäre noch drin. Schließlich habe ich dir den Abend finanziert."
Da ich solche Situationen selbst, aber auch im Umfeld schon zu genüge erlebt habe, bin ich was Dates angeht, mittlerweile sehr viel skeptischer geworden, als ich es früher war.
Sobald ich den Anschein habe, Jemand möchte sich nur unter gewissen Voraussetzungen und mit bestimmten Hintergedanken mit mir treffen, habe ich eigentlich direkt schon keine Lust mehr. 
Seit der Aktion, die ich gerade geschildert habe, habe ich mir geschworen, dass dies das letzte Mal war, dass ich aus schlechtem Gewissen und Erwartungsdruck heraus Dinge für mein Gegenüber tue, die ich eigentlich nicht tun möchte. 
Ich bin es leid für irgendetwas herzuhalten und mich zu etwas verpflichtet zu fühlen, was ich nicht selbst heraus aus freien Stücken will.
Euer Körper sollte euch heilig sein und nicht wie im drastischen Fall bei mir, als Gegenleistung oder indirektes ,,Zahlungsmittel" verwendet werden um den Erwartungen des Anderen gerecht zu werden oder weil man schlicht und einfach zu etwas überredet wurde.
Schon ein Kuss kann zu viel sein und einen im Nachhinein einiges an Selbstwertgefühl kosten, wenn er gegen euren Willen stattgefunden hat.
Seitdem ich diesen Blogpost zum Thema von Luise gelesen habe, habe ich mir die Worte ,,Nur wenn ich es will" förmlich in mein Hirn eingebrannt und sie zum wichtigen Lebensmotto für mich erhoben. 
Vielleicht konnte ich den Ein oder Anderen mit diesem Beitrag ja ein bisschen wachrütteln und nochmals daran erinnern, dass nur Ihr alleine das Bestimmungsrecht darüber habt, was mit euch und eurem Körper geschieht. 
Mir ist klar, dass wir das eigentlich alle wissen, in manchen Situationen vielleicht aber nicht für wichtig genug erachten.


Mittwoch, 2. August 2017

Update Juli

Und schon wieder ist ein Monat vorbei. Seid dem Abi 2016 habe ich nicht wirklich mehr sowas wie ein Zeitgefühl, meine Wochen und Monate gliedern sich nicht mehr in Werktage und Wochenende, sondern orientieren sich allein an meinen Arbeitstagen und geplanten Urlaubsterminen. 
Anfangs war dieses in den Tag hinein leben noch ganz schön, inzwischen merke ich aber immer mehr, welche persönlichen Vorteile auch eine feste Routine haben kann. 
Der Juli war wieder so ein Up and Down Monat, es gab schöne Momente, aber auch viele Krisen und Unsicherheiten. Ein bisschen erleichtert, nein sogar sehr erleichtert war ich dann, als ich vor drei Tagen die Zusage für meinen gewünschten Studienplatz erhalten habe. Und auf einmal fällt mir auf, dass es jetzt nur noch weniger als zwei Monate bis zum Studienbeginn sind. Erst vergeht die Zeit schleichend und dann plötzlich rennt sie nur so davon. Das bedeutet für mich jetzt in nächster Zeit noch Einiges an organisatorischem Kram zu regeln, bezüglich Umzug etc und mich mental auf den kommenden Lebensabschnitt vorzubereiten.
Ich bin gespannt, ob es mir nach so langer Zeit ,,Nichts tun" schwer fallen wird wieder in einen geregelten Alltag, mit Uni und Lernen hineinzufinden. Außerdem bin ich neugierig auf die neuen Menschen, die ich kennen lernen werde und wie es sich wohl anfühlt 6 Stunden entfernt von der Heimat zu leben. 
Ein bisschen skeptisch bin ich auch, was die Umstellung von Großstadt zu Kleinstadt wohl in mir auslösen wird. Eigentlich bin ich nämlich ein absoluter Großstadtmensch, dem München schon oftmals zu klein ist, habe mich zum Studieren allerdings bewusst für eine kleinere Stadt entschieden a) um mal was neues zu wagen und b) weil ich denke, dass man sich in einer kleineren Studentenstadt viel schneller einlebt.

Geplant ist für den August außerdem noch eine Woche Urlaub in Italien, der hoffentlich diesmal auch für Entspannung sorgen wird, im Gegensatz zu meinem letzten Trip, hier habe ich ein bisschen darüber berichtet und eventuell fahre ich im September noch ein paar Tage mit meinem Daddy nach Paris.
Meine Sportroutine läuft momentan auch ziemlich gut, ich glaube so sportlich wie dieses Jahr war ich noch nie unterwegs, da ich immer mehr merke, wie gut es der Seele tut regelmäßig meinen Körper zu trainieren. 
Wenn ihr möchtet, kann ich gerne mal einen Post zu meiner derzeitigen Sportroutine verfassen?

Was ich mir außerdem noch vornehme, ist es wieder mehr zu fotografieren. Mein Instagram account ist ja zur Zeit lahmgelegt, weil ich gerade einen Social Media detox durchführe (der mir übrigens bisher sehr gut tut), allerdings soll meine Kamera in der nächsten Zeit wieder öfter zum Einsatz kommen, damit ich auch auf meinem Blog mal wieder aktuelle Bilder posten kann.
Bezüglich dem Blog bin ich momentan sowieso am überlegen was ich wohl am besten poste, ich habe da einige Textideen, bzw auch schon bereits geschriebene Texte, die aber alle sehr serious sind und nicht gerade Gute Laune versprühen. Ich möchte einerseits nicht, dass sich hier alles nur um Probleme und dunkle stories aus meiner Vergangenheit dreht, andererseits möchte ich aber ehrlich über Themen berichten, die mich bewegen, die Frage ist nur ob ihr das auch lesen wollt?
Lasst mir gerne mal Feedback dazu in den Kommentaren da.
Mehr habe ich gerade auch nicht zu berichten, ich wünsche euch einen tollen Start in den August, macht was draus und vertraut stets auf euch und eure innere Stimme, denn letzten Endes wisst nur ihr selbst was gut für euch ist.


Donnerstag, 27. Juli 2017

Über Whatspp, Instagram&Co

Es ist der Tag gekommen, an dem ich Instagram, Snapchat und die bescheuerten Dating Apps von meinem Handy lösche, ja sogar meinen Youtube Account vorübergehend deaktiviere.
Wieso? Zum Selbstschutz.
Wir Menschen sind brilliant darin uns selbst zu erniedrigen, indem wir immer wieder Dinge tun, von denen wir eigentlich wissen, dass sie uns nichts als schaden. Bei mir spielt social media da eine nicht unbedeutende Rolle. Schon zweimal war ich kurz davor, mich von all dem online shit zu erlösen, indem ich die Verbindung von mir und meinem Iphone für immer restlos cutte.
Das erste Mal wollte ich es die Toilette hinunterspülen, das zweite Mal hätte ich es um ein Haar in der Isar ertränkt. Wieso habe ich es nicht einfach getan..

Ich denke meine Morgenroutine, gleicht der aller 95 Prozent der Deutschen, wobei ich mich hiermit eher auf die jüngere Generation beziehe.

Bereits nach dem ersten morgendlichen Augenaufschlag, ertaste ich noch im Halbschlaf mein Smartphone, welches sich natürlich in unmittelbarer Reichweite meines Kopfkissens befindet.
Erstmal Whatsapp checken. 
Wieso hat die dumme Kuh denn immer noch nicht geantwortet, die Häkchen sind doch seid gestern Mittag schon blau?
Shit, schon wieder zehntausend Sprachnachrichten in der Gruppe, die muss ich mir jetzt wohl oder übel alle anhören, für die 0,1 prozentige Chance, dass sie relevante Informationen für mich und mein Leben beinhalten..
Aha, xy war heute Nacht um 3 Uhr also zuletzt online, würde mich allerdings interessieren was er um die Zeit noch getrieben hat.. und vor Allem mit wem.

Nachdem ich bereits nach zwei Minuten Whatsappcheck schon voller negativer Gedanken bin, sind jetzt die social media Plattformen an der Reihe. Was bedeutet, dass zunächst (natürlich völlig unbewusst) ein paar Vergleiche gezogen werden, um mir gleich zum Morgen eine gute Portion an Selbtszweifeln aufzuladen.

Geposted vor drei Minuten: Xy vergnügt (und kaum gestellt posend) mit der Clique am abfeiern auf dem Coachella Festival. Hat die nicht gerade erst nen zweimonatigen roadtrip hinter sich? Was ein Leben..
Neuester Post: Bibi und co - starten den Tag mit einer veganen smoothiebowl am Strand von Miami. Den Luxus können die sich doch auch nur leisten, weil sie ihre blauäugigen Fans andauernd mit irgendwelchen product placements verarschen!
Hashtag cleaneating, hashtag no pain no gain - Neues Afterworkout-selfie von yz, indem kaum auffällig der sixpack so richtig zur Geltung kommt. Da fällt mir ein, ich war schon drei Tage nicht mehr beim Sport.

Nach einem kurzen Facebook-Besuch, der mich zwei weitere Minuten wertvolle Lebenszeit gekostet hat, ist zu guter Letzt noch Snapchat an der Reihe! Erstmal die zig verschiedenen stories laden, um dann anschließend im Sekundentakt alle durch zu switchen, ohne mir auch nur einen einzigen Snap vollständig anzusehen. Denn eigentlich interessiert mich das Meiste, was mir meine virtuellen, durch Hundefilter verfremdeten ,,Freunde" zu erzählen haben gar nicht wirklich.

Außer ein paar tristen Gedanken, bezüglich des eigenen Lebens, nachdem ich mich durch die letzten Party snaps geklickt habe, ist bei mir nichts weiter hängen geblieben.
Ich fühle mich nun weder positiv gelaunt, noch anderweitig irgendwie inspiriert, geschweige denn motiviert für einen gelungenen Start in den Tag.

Hat sich irgendwer in diesen Zeilen auch nur ansatzweise wieder erkannt? 


Ist es das was wir durch die andauernde Nutzung von WhatsApp, Instagram und co erzielen wollen?              Negative Gefühle, Streitigkeiten, Aggressionen, bis hin zu Depressionen, Selbsthass und Essstörungen?

Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin kein Verfechter des nostalgischen ,,Früher war alles besser" Gerede. Meiner Meinung nach können wir uns sehr glücklich schätzen, dass wir heutzutage über all diese online Möglichkeiten verfügen, uns selbst kreativ zu entfalten und gegenseitig zu bereichern, nur sollten wir unsere persönlichen Grenzen kennen und wissen, inwieweit wir das Alles positiv für uns nutzen können.
Ich persönlich habe gemerkt, dass mir permanentes erreichbar sein und regelmäßiges Verfolgen des online Leben bestimmter Menschen nicht gut tut. Denn obwohl wir alle wissen, dass das was auf social media präsentiert wird, nicht unbedingt immer so viel mit dem realen Leben zu tun hat, beeinflusst es uns dennoch unbewusst.
Und wenn dieser äußere Einfluss uns nicht unbedingt glücklicher macht, denke ich wir sollten unsere Umgangsweise mit den neuen Medien zumindest einmal hinterfragen.





Montag, 24. Juli 2017

Meine Bucket List

Nachdem Nachdenken das war, was ich in letzter Zeit gefühlte 80 Prozent des Tages getan habe (nehmt euch kein Beispiel an mir), habe ich unter Anderem darüber nachgedacht, welche Dinge ich in meinem Leben wirklich noch erreichen/tun möchte. Da sind mir zunächst erstmal tausend Sachen in den Sinn gekommen, von wegen ,,es wäre schon cool mal ein Buch zu schreiben.. oder mal den Himalaya zu besteigen" etc... Ich habe mir dann aber all diese Dinge einmal vor Augen geführt um schlussendlich für mich herauszufinden, welche davon ich realistisch gesehen wirklich noch vor meinem Tod umsetzen möchte/werde.

1 Tandemspringen


Die Idee mir einen Tandemsprung zu wünschen hatte ich ursprünglich mal als Abigeschenk in Erwägung gezogen, allerdings wieder verworfen, weil mir Geld für meine Reise dann doch wichtiger war. Dieser Punkt steht aber definitiv auf meiner bucket list und ist auch einer Derjenigen, bei dem ich mit 100 prozentiger Garantie weiß, dass ich ihn umsetzen werde.

Ich möchte einmal dieses Gefühl von absoluter Freiheit erleben und hoch oben im Himmel das Alpenpanorama bestaunen können. Ich glaube die exakte Bezeichnung für das, was ich machen möchte ist Paragleiten, wenn man nicht aus dem Flugzeug, sondern von einem Berg springt. So ein Erlebnis stelle ich mir einmalig vor.

2 Eine französische Bulldogge adoptieren


Im Idealfalls soll sie bitte grau sein und blaue Augen haben. Ich habe mich absolut in diese Hunderasse verliebt und finde besonders die Kombi von grauem Fell und blauen Augen wunderhübsch.

Schon jetzt freue ich mich auf den Moment, einem kleinen Hundebaby sein eigenes Zuhause zu schenken.

3 Mir ein Tattoo stechen lassen


Eind Mond auf der rechten Schulter wird's werden.


4 Nach Rio de Janeiro reisen


Südamerika reizt mich generell total und besonders von Rio habe ich schon viel gehört. Den Flair dort möchte ich unbedingt einmal live erleben und von dort aus gerne noch ein bisschen weiterreisen.


5 Eine Ausbildung zur Fitnesstrainerin machen/Menschen zum Sport motivieren


In meinem Umfeld habe ich das bei einer Freundin schon ganz gut hinbekommen, die sich durch mich im Fitnessstudio angemeldet hat und nun ebenfalls meine Begeisterung für diesen Lifestyle teilt.

Einer meiner Träume ist aber in dem Bereich später auch ein berufliches Standbein zu haben. Meine Mission wird es sein Menschen mit meiner Leidenschaft anzustecken und sie davon zu überzeugen, dass Sport ihr Leben nicht nur im gesundheitlichen Aspekt enorm bereichert.

6 Am Wasser zelten und morgens direkt schwimmen gehen


Ich stelle mir den Gedanken total toll vor, morgens mein Zelt aufzumachen und direkt geradeaus ins Wasser zu laufen. Das habe ich mal in irgendeinem Traveldiary auf Youtube gesehen und seitdem ist  mir dieses Bild im Kopf geblieben.


7 Alleine Interrailen


Das steht bei mir für 2018 in Planung. Ich habe mir fest vorgenommen, die nächste Reise allein zu machen und da bietet sich Interrail meiner Ansicht nach sehr gut an.


8 Meinen Vater für eine größere Reise motivieren


Das höchste der Gefühle, was mein Dad in den letzten Jahren an Urlaub gemacht hat, waren ein paar Tage am Gardasee. Während ich an so vielen faszinierenden Orten war, bei denen ich mir jedes Mal gewünscht habe, er wäre auch dort. Mein Dad ist einfach nicht so der Reisetyp, was bei ihm mit vielen Unsicherheiten zusammenhängt und wofür er mein vollstes Verständnis hat.

Trotzdem möchte ich ihn noch einmal dazu bewegen, in den Flieger zu steigen um etwas wirklich Außergewöhnliches zu sehen und zwar fernab von Italien. Im September haben wir schonmal vor ein paar Tage in Paris zu verbringen, was immerhin ein Anfang ist.

9 Nach Berlin ziehen


Beschlossene Sache, seitdem ich das erste Mal in dieser grandiosen Stadt war. Meine Traumvorstellung ist es eines Tages in einer Dachterrassenwohnung in Kreuzberg zu leben. 


10 Tauchen


Das Leben unter Wasser hat mich schon seit ich denken kann fasziniert. Ich weiß noch, dass ich mir als Kind immer stundenlange Dokus über Tauchgänge angesehen habe. Eines Tages möchte ich daher unbedingt einen Tauchschein machen und dann selber in tiefen, salzigen Gewässern tauchen. 


11 Gutes bewirken


Ich hatte gehofft, dass es genau 10 Punkte ergeben würde, der letzte Punkt muss aber zwangsläufig einfach noch mit auf die Liste. Ich möchte mein Dasein auf dieser Welt gerne nutzen um etwas Positives zu bewirken - und wenn ich nur einem Menschen weiterhelfe.

Ich habe meine ursprüngliche Idee eines Studiums der sozialen Arbeit zwar für jetzt erstmal verworfen, da ich selbst aber einige Sozialarbeiter kennengelernt habe, die erst mit Mitte dreißig in den Beruf eingestiegen sind, ist es immer noch ein Wunsch von mir später mal in dem Feld zu arbeiten und Menschen zu helfen.


Hamburg 
Was darf auf eurer bucket list nicht fehlen?

Freitag, 21. Juli 2017

Late night thoughts

Es ist eine dieser Nächte an denen ich absolut kein Auge zu bekomme. Man nimmt sich vor zeitig ins Bett zu gehen um am nächsten Tag fit zu sein, doch sobald das Licht aus ist fangen die Gedanken im Kopf an Party zu machen. So würde ich dieses Phänomen jedenfalls beschreiben...
Und anstatt nun zwanghaft zu versuchen den Kopf auszuschalten um endlich ungestört schlafen zu können, erachte ich es als die bessere Lösung dem Ganzen etwas Raum zu geben. Und das tue ich am liebsten in schriftlicher Form, indem ich meinen Laptop anmache und das was mich gedanklich wach hält in Sätzen formuliere.

Das Ding mit dem Erwachsen werden beschäftigt mich in letzter Zeit irgendwie wieder. 
Ich bin ein Mensch, der eher in der Zukunft als in der Vergangenheit lebt, allerdings gab es in den letzten Wochen des öfteren Momente, in denen ich eher auf mein Leben zurück geblickt habe. Und jedes Mal zu der Feststellung gekommen bin, das Kindheit ganz schön geil war. Negative Dinge geschehen zwar in allen Altersstufen, aber als Kind geht man ganz anders mit solchen Ereignissen um. Das Verständnis für Vieles ist noch nicht so weit ausgereift, dass man das was geschieht zwangsläufig mit sich selbst in Verbindung setzt. 
Je älter man dann wird, desto mehr nimmt man Dinge persönlich und desto größer werden die Erwartungen, die man an sich und das Leben stellt. Als Kind war ich überglücklich und erfüllt, wenn ich den Tag über einfach meiner Kreativität nachgegangen bin und am Abend Schokolade essen durfte. Ohne diese ständigen ,,Kontrollgedanken" im Hinterkopf zu haben. Das ständige Hinterfragen dessen was ich tue, wie ich es tue und ob mein Tun denn gerade Sinn ergibt. Ob mich die Situation nun glücklich macht oder nicht, meinem Leben in irgendeiner Form einen Mehrwert bringt und ob es nicht vielleicht ungesund ist jetzt Schokolade zu essen..
,,Thinking is good, but Overthinking kills your happiness." Den Spruch habe ich irgendwann mal wo gelesen und er ist mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Ich bin sowieso der Ansicht, dass wir eine ziemliche ,,Overthinking Generation" sind, die ständig versucht das eigene Handeln noch effizienter zu gestalten um somit noch mehr Glück zu erlangen. Denn letztendlich ist es doch das Glücklichsein wonach wir alle streben, oder nicht? 
Nur glaube ich, dass das ständige Optimieren und Grübeln darüber, auf welchem Wege wir nun noch mehr erreichen und unser Leben noch vorzeigbarer gestalten könnten, nicht per se unser eigenes Glücksempfinden fördert. Ich bin natürlich der Meinung, dass jeder Mensch versuchen sollte das Bestmögliche aus seinem Leben zu machen, gar keine Frage. Allerdings sollte es auch die Momente geben, in denen man einfach mal lebt und Gegebenheiten so akzeptiert, wie sie gerade sind - Momente in denen man zufrieden mit sich ist. Ich glaube nämlich, dass wir erst Zufriedenheit erlernen müssen, bevor wir überhaupt glücklich sein können. Wie denkt ihr darüber?

oldies but goldies.

Etwas Anderes was mir momentan immer im Kopf herum kreist ist das große Zukunftsthema. 
Wie schon erwähnt, beschäftige ich mich wesentlich mehr mit der Zukunft, als mit der Vergangenheit. Schließlich habe ich auf die Zukunft noch Einfluss, während sich Vergangenes eben nicht mehr ändern lässt. Wie das mit dem ,im Hier und Jetzt leben´ genau funktioniert, habe ich irgendwie noch nicht so ganz raus, bin da für Ratschläge gerne offen. 
Wer meine bisherigen Posts gelesen hat weiß, dass ich gerade noch ,,Pause" mache und im Oktober mit dem Studium beginnen werde. Ich weiß, dass da einiges auf mich zukommen wird, eine große Umbruchsphase die mit Ausziehen, neuer Stadt, neuen Leute und neuen Umständen einhergeht.
Ich habe diesbezüglich keine Zweifel oder Unsicherheiten, da ich all die eben erwähnten Dinge dringend nötig habe, allerdings macht man sich trotzdem Gedanken darüber wie sich Alles wohl entwickeln wird und was das Leben für eine Richtung einschlägt. Was Zukunftsthemen angeht versuche ich mich nun immer wieder an das Zitat weiter oben zu erinnern und nicht zu viel zu grübeln und zu überdenken, sondern die Dinge einfach auf mich zukommen zu lassen. 
Ich bin sowieso der festen Überzeugung, das Alles so kommt wie es letztendlich kommen muss.



Auch die Liebe ist nahezu immer irgendwie präsent ist - vermutlich geht es uns Allen so. 
Ich habe schon einiges durchlebt, von absolutem Liebesdrama, über rein sexuele Beziehungen, denen jegliches Gefühl gefehlt hat, bis hin zu ,,normalen" Beziehungen, die letzten Endes aber doch nie richtigen Beziehungen waren..
Momentan kreisen mit da allerhand Fragen im Kopf herum. Macht es Sinn jetzt so kurz vorm Umzug noch Jemanden kennenzulernen? Werden wir mit dem Älterwerden gleichzeitig vernünftiger, was das Thema angeht? Wie fühlt sich richtiges Verliebtsein nochmal an? ...

Fragen über Fragen auf die es letzten Endes keine Antwort gibt. Der nächste Post wird wieder etwas konkreter werden, ich finde nur diese Plattform eignet sich ganz gut um Gedanken auszutauschen. Was beschäftigt euch momentan?

Donnerstag, 13. Juli 2017

Pause nach dem Abi .. Ja oder Nein?

Ich bin mit diesem Post wahrscheinlich schon ein bisschen sehr spät dran, jedoch hoffentlich nicht zu spät, falls er von Jemandem gelesen wird, der gerade die Schule beendet hat und sich nun die entscheidende Frage stellt: Was mache ich jetzt?
Was wird jetzt aus mir und meinem Leben, wo soll der Weg hin gehen, welche Entscheidung ist für mich die Richtige? An dieser Stelle kann ich dich gleich mal beruhigen, denn ich habe für mich gelernt, dass es keine richtigen oder falschen Entscheidungen gibt! ,Falsch´sind in dem Sinne nur Entscheidungen, die du nicht selbst für dich getroffen hast, sondern aus Angst oder Druck an Jemand Anderen abgegeben hast. Und genau hier sind wir am Knackpunkt angelangt. Bevor ich darauf weiter eingehe, möchte ich dir aber zunächst erstmal drei wichtige Dinge sagen.

1 Es ist normal sich unsicher zu fühlen und Zweifel zu haben

Solang wir in der Schule sind, verläuft unser Leben in einem mehr oder weniger geregelten Rahmen ab. Hier in Deutschland herrscht nun mal (zum Glück) die Schulpflicht und somit haben wir selbst wenig Einfluss darauf, wie sich ein bestimmter Zeitraum unseres Tages gestaltet. Wir müssen zu einer bestimmten Zeit aufstehen und haben jeden Tag gewisse Aufgaben zu erfüllen, ob wir nun wollen oder nicht. Das mag zwar oft sehr nervig sein, weil man sich dem ganzen so ausgeliefert fühlt (zumindest ging es mir so), allerdings gibt es keinen Alternativweg, wenn man am Ende den jeweiligen Abschluss (sei es nun Abitur, oder was auch immer) erhalten möchte.
Und dann verrennt die Zeit nahezu und plötzlich fällt vom einen auf den anderen Tag jeglicher Rahmen weg. Den gewohnten Alltag gibt es nicht mehr und die Routine ist ebenfalls futsch. Auf einmal steht man da vor einem völlig neuen Lebensabschnitt und soll sich jetzt bitte entscheiden, wohin der Weg geht. Und wenn man dann nicht zu Denjenigen gehört, die schon immer eine genaue Vorstellung vom späteren Leben und Beruf hatten, ist es absolut menschlich sich erst einmal ratlos zu fühlen. Und aus Ratlosigkeit folgt dann möglicherweise Angst und Verzweiflung, sich falsch zu entscheiden. Stopp!

2 Solang du SELBST entscheidest, ist deine Entscheidung nie falsch und sie bestimmt auch nicht dein restliches Leben

Habe keine Angst davor ,,Fehler" bei deiner Entscheidung zu machen, denn solang du sie wirklich selber triffst, ist sie letzten Endes immer richtig. Ein Fehler wäre es lediglich, die Verantwortung für deinen weiteren Lebensverlauf jetzt aus vermeintlicher Ahnungslosigkeit an Jemand Anderen (Bsp Eltern) abzugeben. Wenn du dann nämlich unzufrieden bist, machst du dir hinterher zu Recht Vorwürfe, weil du ja selbst keinen Einfluss genommen hast. Wenn du dich allerdings aus eigenem Impuls für etwas entscheidest, was dir anschließend vielleicht doch nicht zusagt, ist es lediglich eine Chance für dich daran zu wachsen und du kannst trotzdem guten Gewissens in den Spiegel schauen. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.. Außerdem ist das was du jetzt tust, sei es gleich ein Studium zu beginnen, oder doch erst ein FSJ zu absolvieren, lediglich ein Pfad auf dem du dich befindest, jedoch noch lang nicht das ,,Endergebnis" deines Lebens. Du kannst jederzeit die Richtung wechseln und selbst wenn du dich für ein ,,freies Jahr" entscheidest und nach ein paar Monaten merkst, dass direkt Studieren vielleicht besser gewesen wäre, handelt es sich immer ,,nur" noch um ein Jahr was du zu überbrücken hast. Und wie jetzt schon mehrfach gesagt, Fehler gibt es diesbezüglich nicht, betrachte alles als Herausforderung.

3 Sei dankbar für die vielen Möglichkeiten die du jetzt hast

,,Jetzt ist deine Zeit gekommen und du kannst selbst bestimmen was du machen möchtest und wie dein Leben aussehen soll!" So beflügelnd sich das einerseits anhört, ist es doch zugleich auch beängstigend, so viele Optionen zur Verfügung zu haben. Und das gilt selbstverständlich nicht nur für Diejenigen, die aus wohlhabendem Elternhaus stammen. Informiere dich am besten frühzeitig schon was du tatsächlich alles machen kannst, wenn du dich dafür entschließt, nicht direkt nach dem Abitur zu Studieren oder eine Ausbildung anzufangen. Es gibt außer work and travel in Australien nämlich noch viel mehr womit du dein ,,freies Jahr" verbringen kannst;)

Quelle


Worauf du dich gefasst machen musst...

Ich spreche jetzt aus meiner persönlichen Erfahrung und möchte dich gerne, falls du in Erwägung ziehst nicht gleich mit dem Studium zu starten, auf einige Dinge hinweisen.
Ich befinde mich aktuell in den letzten Monaten meines ,,year offs" und hätte mir im Vorfeld wahrscheinlich gewünscht, über ein paar Dinge Bescheid zu wissen.

1 Nichts tun ist erst einmal schön, kann aber schnell zur Qual werden

Nach all dem Druck und massiven Lernstress ist es zunächst erstmal eine Erleichterung nichts mehr tun zu müssen. Mein Gehirn war nach der letzten Prüfung auf jeden Fall nicht mehr wirklich funktionstüchtig und hat definitiv eine Pause gebraucht. 
Ich finde es sei einem auch erstmal total gegönnt, die ersten Wochen nach dem Abi wirklich nichts zu tun, beziehungsweise nur das worauf man Lust hat. 
Allerdings ging es bei mir schon nach drei Wochen los, dass ich zunehmende Langeweile empfunden habe, was auch daran lag, dass ich noch keinen konkreten Plan für die nächste Zeit hatte.
Da fehlt einem dann einfach die Routine und es besteht auch schnell mal die Gefahr eben in eine Depressionsphase abzurutschen. Wenn man nicht weiß womit man seinen Tag verbringen soll, wozu dann überhaupt aufstehen? Sei diesbezüglich einfach vorgewarnt. 

2 Mach dich auf einsame Zeiten gefasst

Selbst wenn du in der Schule viele Freunde hattest, kann es sich schnell ändern, wenn Jeder einen anderen Weg geht. Wenn du dich beispielsweise als Einzige/r dazu entscheidest dein Jahr mit Arbeiten, Reisen etc zu verbringen, während alle anderen Freunde von dir schon mit dem Studium anfangen, ist es fast unvermeidbar, dass Freundschaften zwangsläufig auseinandergehen werden. 
Das ist leider ein natürlicher Prozess (ich sage nicht, dass es mit allen Freundschaften so sein muss) und wenn du dich noch in keiner neuen Institution, wie beispielsweise einer Uni befindest ist es natürlich schwer neue Leute kennen zu lernen.

Was ich im Nachhinein anders gemacht hätte - meine Tipps

1 Plane und informiere dich rechtzeitig

Es gibt wirklich viele Dinge, die man in einem Jahr tun kann und Angebote die man nutzen kann. Es muss nicht immer zwangsläufig nur Reisen sein. Ich bereue meine Reise auf keinen Fall, hätte ich mich allerdings früher informiert, hätte ich vorher oder nachher eventuell noch ein Auslandspraktikum gemacht oder mich sozial engagiert, anstatt nur just for fun rum zu traveln. Es gibt beispielsweise zahlreiche Organisationen, mit denen man an bestimmte Orte reisen kann und dort dann für etwas Gemeinnütziges arbeitet, zB Tier- oder Umweltschutz.
Um einen Job hatte ich mich zum Glück schon während der Abiphase gekümmert, allerdings muss man da auch Zeit einplanen, bis man etwas halbwegs Zufriedenstellendes findet. 
Erstmal Abi, dann chillen und dann schauen was man mit dem Jahr anfängt, halte ich persönlich für fatal. Könnte ich die Zeit zurück drehen, hätte ich mir vorher schon einen konkreteren Plan zurecht gelegt und wahrscheinlich auch mehr Dinge verwirklicht. Aber wie gesagt, ich bereue nichts, sondern konnte draus lernen.

2 Du musst nicht mit dem Strom schwimmen


Ich habe das Gefühl ich betone das in so ziemlich jedem Blogpost, aber es ist meiner Ansicht nach einfach enorm wichtig auf sich selbst zu hören. Bevor du deine Freunde fragst, was sie für Pläne haben, gehe erstmal selbst tief in dich und frage dich: Was würde ich mir jetzt wirklich wünschen?

Gibt es da diesen einen Beruf den ich schon immer insgeheim anstrebe und wenn, was habe ich dann  für Möglichkeiten um dem ein Stück näher zu kommen? Oder gibt es dieses eine Land, wo ich schon immer mal hinreisen wollte und wie kann ich mir das ermöglichen? Oder möchte ich was komplett anderes machen?
An dieser Stelle ist es wieder ganz wichtig, sich nicht reinreden zu lassen, oder sich gesellschaftlich unter Druck setzen zu lassen den Weg zu gehen, der vermeintlich gerade als Bester angesehen wird. Dann lass lieber ein paar negative Kommentare über dich ergehen, aber mache letztendlich das, was du cool findet und womit du glücklich bist. Und da gibt es echt mehr außer Australien oder Studium.

3 Mach dich nicht von Anderen abhängig


Ich hatte Glück, dass die Reise mit meiner Freundin letztendlich doch geklappt hat, allerdings gab es da einige Zweifel. Wenn du Pläne hast, die von Anderen abhängig sind, dann gib dem Ganzen nicht zu viel Spielraum. Irgendwann muss auch mal entschieden werden, Flüge müssen gebucht werden und die Dinge fix gemacht werden, sonst ist man in ständiger Ungewissheit. Das hängt natürlich stark von den Leuten ab mit denen du etwas vorhast, ich kann nur den Tipp geben rechtzeitig Daten fix zu machen und wenn du merkst, dass sich die Leute selbst eigentlich noch nicht sicher sind, ob sie den Plan mit dir so verwirklichen wollen, zieh die Reißleine und mach dein eigenes Ding.


Puh, das war ein langer Blogpost, Gratulation wer bis hierher gelesen hat. Mich würde jetzt unglaublich interessieren, was ihr vorhabt, falls Jemand gerade die Schule beendet hat - und an alle Anderen, was habt ihr danach gemacht?

Eine schöne Woche noch!


Abiverleihung letztes Jahr