Mittwoch, 21. Juni 2017

Danke sagen

Mittwoch Vormittag, 11:30 Uhr - und ich liege noch im Bett und trinke meinen ersten Kaffe. 
Ganz entspannt, nach endlich mal wieder einer Nacht mit ausreichend Schlaf, gekippten Fenster und Laptop auf dem Schoß. Nachdem ich gestern wieder zehn Stunden gearbeitet habe, Termine hatte und völlig fix und fertig um halb zwei nach Hause gekommen bin. Ja, es gibt tatsächlich auch mal stressige Phasen in der ,,Chillzeit" nach dem Abi. Und ich will mich keinesfalls beklagen, dieser Post hat den Titel Danke sagen- und wisst ihr bei wem wir uns bedanken wollen? Ganz allein bei uns selber. Denn das tun wir viel viel viel zu selten.

Wir Alle leisten tagtäglich etwas, versuchen unser Leben so gut es eben geht zu bewältigen und dabei kümmern wir uns häufig nicht nur um uns, sondern auch um die Menschen um uns herum. 
Das Leben ist ein Geschenk, aber gleichzeitig auch ein Kampf, dem wir uns im Grunde genommen jede Sekunde stellen. Wir leisten so viel, erreichen Unglaubliches, was in unseren Augen vielleicht so banal scheinen mag, wir nehmen unser Handeln gar als selbstverständlich. 
Aber es ist nicht selbstverständlich, es ist großartig was wir tun, auch wenn DU persönlich vielleicht meinst noch nicht genug geschafft zu haben. Blick einmal auf die letzten zwei Jahre zurück und schau dir an was Alles passiert ist. Reflektiere die Dinge, die du erreicht hast und wenn es in deinen Augen nur ganz kleine Sachen sind. Denke an all die Bausteine, die du aus dem Weg geräumt hast, all die Menschen, für die du da warst und die du glücklich gemacht hast, Dinge in denen du Ehrgeiz bewiesen hast und die sich am Ende ausgezahlt haben. 
Und jetzt klopfe dir einmal ganz fest dafür auf die Schulter und bedanke dich. Meist nehmen wir nämlich das, wofür wir von Außen keine Wertschätzung erhalten und wofür man uns nicht lobt, auch nicht als anerkennenswert war. Wir betrachten es dann als selbstverständlich und stufen uns damit selber ein Stück herab. 
Schluss damit, denn auch wenn deine Eltern dich vielleicht nicht oft loben, kannst du dir trotzdem selbst deine persönliche Anerkennung aussprechen, denn wenn du nicht tagtäglich Leistung erbringen würdest und dich anstrengen würdest, würde dein Leben vermutlich ganz anders ausschauen, oder?
Ich habe mir gestern Abend auf dem Heimweg im Kopf eine kleine Liste mit Dingen überlegt, auf die ich persönlich stolz bin und wofür ich mich dann einmal bei mir bedankt habe.
Falls dir noch Inspiration fehlt, gebe ich dir jetzt ein paar Beispiele, aus meiner ,,Dankesliste". 

I Am proud of myself

1 Ich bin stolz darauf, mein Abitur bestanden zu haben, auch wenn die Oberstufe für mich zwei Horrorjahre bedeutet haben.
2 Ich bin stolz mir meine zweimonatige Reise ins Ausland selbst finanziert und mit Bravour gemeistert zu haben.
3 Ich bedanke mich bei mir, dass ich trotz zerrütteten Familienverhältnissen nie eingeknickt bin und immer wieder nach vorne gesehen zu haben.
4 Ich bin außerdem dankbar, dass ich immer auf meinen Körper geachtet habe und ihn auch in schwierigen Phasen nie vernachlässigt habe.
5 Ich bin stolz auf all die Fortschritte, die ich persönlich machen durfte und die mich zu einem reiferen Menschen gemacht haben.
...

Und jetzt bist du dran, glaub mir, es tut echt gut sich so eine Liste zu erstellen. Bedanke dich heute einfach mal nur bei dir, sei verdammt nochmal stolz auf dich und lasse das Negative mal ganz außen vor.
Wir feiern uns viel zu selten, dabei ist es so wichtig, sich regelmäßig das Positive im eigenen Handeln bewusst zu machen, dann sind wir zufriedener und auch gleichzeitig unabhängiger von der Anerkennung im Außen.



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Samstag, 17. Juni 2017

5 Dinge, die man beim Sport verstanden haben sollte

Körperliche Fitness und Sport im Allgemeinen sind schon lange ein Teil meines Lebens. 
Vor ca 8 Jahren habe ich begonnen etwas für meinen Körper zu tun, angefangen vom Treppensteigen im eigenen Haus, dem Fahrradfahren als Ersatz für öffentliche Verkehrsmittel, bis zur Entdeckung des Joggengehens als ein persönliches Wundermittel. Ich habe über die Jahre viele Sportarten ausprobiert, neben dem Joggen unter Anderem Schwimmen, Inlineskaten, Yoga, Pilates, die berüchtigten Homeworkouts und aktuell bin ich wieder im Fitnessstudio angemeldet.
Auf meiner Fitnessreise habe ich rückblickend aber auch viel ,,falsch" gemacht und bin einigen Irrglauben verfallen, die mir nicht nur körperlich, sondern auch psychisch geschadet haben.
Inzwischen bin ich was das Thema angeht aber an einem ganz guten Punkt angelangt, weiß welche Sportarten meinem Körper gut tun und was man allgemein immer im Hinterkopf behalten sollte. 
Daher möchte ich meine Erfahrungen gerne an euch weiter geben.

1) Du wirst niemals so aussehen, wie dein angestrebtes Ideal

Ich habe sehr lang gebraucht um das zu begreifen und auch wirklich zu verinnerlichen. Wir leben meiner Meinung nach ohnehin in einer sehr oberflächlichen Gesellschaft, in der ,,gutes Aussehen", oft als wichtiges Fundament für ein gelungenes Leben angepriesen wird.
Wer regelmäßig auf Social Media Seiten aktiv ist, wird zweifellos ständig mit dem Thema ,,Schönheit" konfrontiert, wo sich die gesellschaftlichen Idealbilder ohnehin stetig verändern.
Aber mal ganz ehrlich, was ist schon ein perfekter Körper? Ich will jetzt nicht mit der üblichen Laier anfangen, wir kennen schließlich alle den Satz ,,Schönheit liegt im Auge des Betrachters", trotzdem hat jeder Mensch gewisse Vorzüge und findet bestimmte körperliche Merkmale eben besonders attraktiv.
Vor ein paar Jahren war es noch durchaus ,,in" superschlank zu sein, inzwischen werden wir Frauen insbesondere auf Youtube, Instagram und co jedoch immer mehr dazu ,,aufgefordert", jetzt alle Krafttraining zu betreiben, um den weiblichen ,,Idealkörper" zu erlangen: flacher Bauch und ,,abs"- jedoch bitte kein Sixpack, durchtrainiert und gleichzeitig kurvig, ein großer Hintern und stramme Schenkel, aber ja kein Speck an der falschen Stelle. Wer sieht schon so aus? Glaubt bitte auch nicht alles, was auf Instagram gepostet wird, wir wissen doch wofür Photoshop etc unter Anderem verwendet wird. 
Und kommen wir zum Allerwichtigsten: Jeder Mensch hat einen gewissen Körperbau und Proportionen, die ihm von Natur aus gegeben wurden und woran wir nur wenig verändern können.
Meine gesamte Verwandtschaft ist sehr schlank und als ich angefangen habe im Fitnessstudio zu trainieren, habe ich noch ernsthaft geglaubt, ich müsste jetzt Kalorien zählen und Unmengen an Protein zu mir nehmen um mir den berüchtigten ,,Bubble Butt" anzutrainieren.
Nach einer Zeit habe ich dann gemerkt, dass ich zwar zunehme, mich aber permanent schlecht fühle und der ,,Kim Kardashian-butt" (übertriebenes Beispiel) - der war seltsamerweise immer noch nicht vorhanden. Und erst dann habe ich verstanden, dass mein Hintern niemals auf natürlichem Wege so aussehen wird, wie der von vielen Fitnessmodels. Ich bin nunmal zierlich gebaut und klar kann man den Körper mit gewissen Übungen modellieren, allerdings werdet ihr eure natürliche Statur, insbesondere den Knochenbau NIEMALS verändern können!
Also lernt euch an dieser Stelle selbst zu akzeptieren und das zu lieben, was ihr habt und bitte bitte pfeift auf Kommentare von angeblichen Fitnessexperten, die euch erzählen ihr seht nicht gut aus so wie ihr seid! Ganz ehrlich, ich mag meinen Arsch inzwischen, auch wenn er nicht der Größte ist:)

Das ist nicht bearbeitet und sieht dementsprechend auch nicht ,,perfekt" aus. Mit Photoshop könnte man da jetzt einiges rausholen, aber dann wäre es eben nicht mehr mein Körper.
2) Hole dir gerne Inspiration von Außen, aber höre stets auf dich selbst und deinen eigenen Körper

Dieser Aspekt hängt ein bisschen mit dem ersten Punkt zusammen, in möchte an dieser Stelle erst einmal betonen, dass ich es toll finde, sich gegenseitig zu pushen und zu motivieren.
Jeder sollte seine Erfahrungen mit Sport/Fitness... teilen dürfen und Anderen Tipps geben, die persönlich funktioniert haben, allerdings ist es wichtig sich selbst erst auf verschiedenen Wegen auszuprobieren, gerade wenn man mit dem Thema Fitness noch nicht so viel am Hut hat.
Wenn deine Freunde alle Yoga machen, dann probier es gerne aus. Wenn dein Lieblingsyoutuber auf vegane Ernährung schwört, wieso nichtmal schauen, wie eine solche Ernährungsweise für dich funktioniert? Squats sind die wichtigste Übung für den Hintern? Feel free to try! 
Du wirst ganz schnell feststellen, welche Sportart zu DIR passt und mit welcher Ernährung DU dich gut fühlst. Und dann mach genau das, was sich für DICH richtig anfühlt. Nur weil der Eine mit HIT-Training und low carb am besten fährt, heißt es nicht, dass es zwangsläufig auch für dich funktioniert.
Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, neigt man schnell dazu überflutet zu werden, weil es so viele verschiedene Ansichten gibt. Für mich war es auch ganz wichtig immer das zu tun, was sich für meinen Körper gerade gut anfühlt. Im Moment trainiere ich sehr gerne mit Gewichten, wenn mir in einem Jahr aber nicht mehr danach ist, mache ich eben einen anderen Sport, völlig unabhängig davon, was gerade im Trend ist.

Als Vergleich zum Ersten jetzt dieses Foto. Ebenfalls unbearbeitet, allerdings machen Körperhaltung und Winkel auch einiges aus.
3) Beim Sport geht es nicht (nur) ums Aussehen

Egal welche Sportart ihr macht, wenn sie nur dazu dienen soll euern Körper optisch zu ,,verschönern", werdet ihr mit Sicherheit nicht lange am Ball bleiben.
Ich persönlich halte auch nichts von Workoutprogrammen, die einem in möglichst kurzer Zeit zur Bikinifigur verhelfen sollen. Glaubt mir, sowas habe ich damals auch ausprobiert, bin aber meist spätestens nach ein paar Wochen gescheitert, einfach weil ich keinen Spaß an der Sache empfunden habe und mich regelrecht jedes Mal zwingen musste.
Mittlerweile freue ich mich auf jede bevorstehende Trainingseinheit. Und wenn mir mal nicht nach Fitnessstudio ist, dann mache ich eben was anderes.
Dieses ,,Keine Lust auf Sport Gefühl" kenne ich eigentlich gar nicht mehr, einfach weil er inzwischen zu einem wichtigen Wohlfühlfaktor und gleichzeitiger Routine in meinem Leben geworden ist.
Wenn ich frühs aufwache, die Sonne scheint und draußen alles blüht, packt mich oft das Verlangen nach einem ausgiebigen Lauf durch die Natur.
In Nachdenkphasen brauche ich vor Allem intensives Krafttraining um meinen Körper als Ausgleich zu allen kopflastigen Angelegenheiten voll und ganz zu spüren, indem ich ihn bis an seine Grenzen treibe.
Und wenn ich einfach nur Bock auf Bewegung habe, dann besuche ich irgendeinen beliebigen Kurs, die meisten Fitnessstudios bieten sowas ja an.
Der entscheidende Faktor ist es, etwas für sich zu finden, was den Alltag bereichert und einen besser fühlen lässt. Schließlich kosten uns Dinge, die wir gerne tun keine Überwindung - und ich bin mir sicher, dass es für jeden Menschen eine passende Sportart gibt.
Die optische Veränderung wird sich mit der Zeit zwangsläufig bemerkbar machen, was natürlich auch ein toller Aspekt beim Sport ist. Schließlich fühlen wir uns dann attraktiver und gewinnen automatisch an Selbstbewusstsein - nur sollte das eben meiner Meinung nach nicht Hauptaugenmerk sein.




4) Fitness ist gut, aber man sollte auch mal drauf verzichten können

Der Punkt erscheint im ersten Moment vielleicht etwas merkwürdig, ist mir aber durchaus wichtig zu erwähnen. Sosehr Fitness auch eine persönliche Leidenschaft sein mag, ist es wichtig darauf zu achten, dass man sich stets im gesunden Bereich bewegt. Ich sage hier nur ,,Achtung Suchtgefahr".
Bei Krankheit, Urlaub oder sonstigen Gegebenheiten, sollte man durchaus auch mal eine Woche ohne jeglichen Sport auskommen - und zwar mit vollkommen reinem Gewissen!

5) Mache Sport in erster Linie für dich selbst

Dieser Aspekt fasst im Grunde genommen nochmal alles bisher Erwähnte ganz gut zusammen. 
Renn nicht dreimal die Woche ins Fitnessstudio nur um irgendeinem gesellschaftlichen ,,Idealbild" gerecht zu werden. Miss dich nicht mit irgendwelchen Kraftsportlern und vergleiche deinen Körper nicht mit Anderen.
Geh nicht Joggen, weil dein Freund dir gesagt hat du musst abnehmen (und wenn er das getan hat, kannst du ihn sowieso in den Wind schießen).
Mache keinen Sport um Anderen zu gefallen, tu es für dich. Mache das was dir Spaß macht und gut tut, für DEINEN Körper, für deine PSYCHE und DEINE Gesundheit.
Oft fühlt man sich unter Druck gesetzt und das kommt häufig vor wenn man zu sehr nach links und rechts schaut. Wie gesagt Inspiration ist super, ständiges Vergleichen und Selbstzweifel sind aber Bullshit. Höre auf deinen Körper und vertraue deiner Intuition, denn du weißt am besten was für dich gut ist.

Ein schönes Wochenende!

Montag, 12. Juni 2017

Sei niemals bloß eine Option

,,Sei niemals bloß eine Option."
- und genau das Gefühl, bloß eine mehrerer Optionen zu sein, habe ich bei dir. Wieder mal.
Von den letzten ,,Beziehungen" bin ich dieses Denken schon gewohnt. 
Leider haben sich meine schlechten Vermutungen jedes Mal bewahrheitet. 
Wieso bin ich nicht gut genug?

Immerzu redete ich mir ein, es sei in Ordnung so, dachte ich sei okay damit.
Ich bin es absolut nicht. Im Grunde genommen bin ich es nie gewesen.
Als er mir damals das Herz gebrochen hat, hat sich tief in mir etwas verändert. Mein Selbstbild ging zu Grunde.
Wenn man Jemanden liebt, der einen über lange Zeit nur für die Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse ,,gebraucht" und am Ende links liegen lässt, hinterlässt das nun mal Spuren.
Wie den Schmerz kompensieren? Ich habe es durch noch mehr Sex versucht. Sex mit den falschen Männern.
Na gut, dann bin ich eben eine beziehungsunfähige Schlampe. Was eine erbärmliche Trotzreaktion.

Nach dem nächsten heartbreak, entschied ich, dass jetzt erst mal Schluss sei. Ich will von Männern nichts mehr wissen, alles nur sexgeile Arschlöcher.
Ich stelle fest, mein Männerbild war zu dem Zeitpunkt ziemlich am Boden.
Doch am allerschlimmsten war, als was ich mich selbst gesehen habe. Alles was ich kann, ist Männern ihre Schwänze blasen und meinen Körper zur ,,Benutzung" freigeben. Eine emotionale Beziehung bin ich schlicht nicht wert.
Mit Sechzehn Jahren so von sich zu denken, ist zugegebenermaßen echt bitter.

Dann kam der Wendepunkt. Es war ein kalter, nebliger Novemberabend. Wir saßen auf einer Parkbank und redeten. Irgendwann kam das Thema Männer zur Sprache. Und ich fing aus dem nichts an zu heulen. Die Fassade hinter der ich mich all die Zeit versteckte, bröckelte von mir ab. 
Das erste Mal gestand ich mir jetzt ein, dass mir die Überzeugung eine ,,Nutte" zu sein, wohl doch nicht so gut gefiel. Ich beschloss mich zu ändern.

Ich lernte Jemanden kennen, mit dem es sowohl auf körperlicher, als auch auf intellektueller Ebene harmonierte. Eine völlig neue Erfahrung für mich.
Wie ungewohnt, dass ein date auch mal außerhalb des Schlafzimmers stattfinden kann.
Als er dann auf einmal mehr wollte, die allseits bekannte ,,was ist das zwischen uns" - Frage stellte, bekam ich panische Angst. Ich wendete mich von ihm ab, sagte ziemlich blöde Dinge.
Plötzlich befand ich mich wieder im Muster meiner alten Gedanken. Es muss einen Haken haben. Keiner meint es gut mit mir. Ich verdiene nun mal nur Arschlöcher. Unmöglich kann ich mit Jemandem zusammen sein. ...
Kontaktabbruch.

Ein paar Wochen später, reflektierte ich mein dämliches Verhalten. Wieso habe ich genau diesen Menschen, dem ich ernsthaft etwas zu bedeuten schien, von mir weggestoßen?
Das erste Mal in meinem Leben bereute ich mein Verhalten wirklich. Ich sehnte mich auf einmal genau nach ihm - und tatsächlich haben wir uns wieder gesehen. Ich dachte, ich bekäme die zweite Chance.
Aber das Blatt schien sich inzwischen gewendet zu haben.
Meine Gefühle für ihn wurden stärker, während er das Interesse an mir verlor.
Mit der Zeit reduzierte sich unser Verhältnis wieder, auf altbekannte ,,Schlafzimmerdates".
Dabei war es genau das, was ich nicht mehr wollte. Nicht mit ihm.

Es war so anders zwischen uns. Ich fing an zu spekulieren, fragte mich was ich falsch gemacht habe. Wie besessen wartete ich auf Nachrichten von ihm, die allerdings nur sehr sporadisch kamen. Vorzugsweise nachts. Und jede Frau weiß, welche Absichten ein Mann hat, der dich um zwei Uhr nachts spontan zu sich nach Hause einlädt.
Wahrscheinlich hat er sich längst in eine Andere verliebt. Ich bin einfach nicht interessant genug. Ich bin die, die fürs Bett taugt - mehr nicht.
Irgendwann hörte ich nichts mehr von ihm. Absolute Funkstille. Tausend Fragen schossen mir durch den Kopf. Alle blieben sie unbeantwortet.
Wahrscheinlich bin ich wieder mal nur eine von vielen Optionen gewesen. Die Billigste wohlgemerkt.



Diesen Text habe ich in einem alten Tagebuch von mir wiedergefunden und ihn nur ein bisschen abgeändert. 
Auch wenn er sehr persönliche Dinge enthält, ist er mir eine Veröffentlichung wert, denn ich weiß auch Andere kennen solche Gefühle.

Freitag, 9. Juni 2017

Mexiko olé!

Im Juni letzten Jahres hielt ich endlich den lang ersehnten Zettel in der Hand, auf den ich zwölf Jahre lang hingearbeitet habe. Abitur done Und damit stand für mich fest: Ich muss jetzt erstmal ganz ganz weit weg von hier.
Mexiko war bei meinen Top Reisezielen schon immer vorne mit dabei, von daher konnte ich mich sehr glücklich schätzen, dass meine beste Freundin dort eine gute Connection hat.
Nach gut sechs Monaten Arbeit, hatten wir dann endlich genügend zusammengespart und sind am 14. Januar in den Flieger gestiegen. Dann hieß es byebye kaltes Deutschland, wir sehen uns in neun Wochen wieder.


Mexico city
Angefangen haben wir in Mexiko City und was soll ich sagen. Wir waren vom ersten Tag an begeistert und total geflasht von dieser Wahnsinnsmetropole!
Mir persönlich haben die Viertel Roma und Condesa am meisten gefallen, man fühlt sich wie in einem riesengroßen Planetarium, links und rechts ragen Palmen, Kakteen und Bananenbäume aus der Erde. Gleichzeit verspürt man dabei aber den Flair einer Großstadt, was Mexiko City wirklich einzigartig macht.





Als nächstes haben wir dann fünf ganz tolle Tage in Oaxaca verbracht, einer sehr süßen Kleinstadt und sind danach mit dem Bus runter ans Meer nach Punta Zicatella/Puerto escondido, mein Highlight number two auf unserem Trip.

Puerto Escondido/Zicatella

Dieser Ort ist ein wahres Surferparadis mit einem atemberaubenden, endlos langen Strand. 
Für mich ist die Gegend definitiv ein must see, für Alle die vorhaben mal nach Mexiko zu reisen.
Jeder Zweite ist gefühlt tattowiert oder hat dreads, es wird an jeder Ecke Yoga gemacht und es gibt eine große Auswahl an veganen Foodplaces. Alles in allem herrscht dort einfach eine super entspannte Stimmung.



Anschließend sind wir nach Palenque geflogen, wo es uns leider mit einer ordentlichen Lebensmittelvergiftung erwischt hat. Für mich ist Palenque nicht zwingend ein Muss, die Atmosphäre hat mir dort einfach nicht so zugesagt, was natürlich nur meine Wahrnehmung ist.
San Cristobal sollte man sich meiner Meinung nach aber auf keinen Fall entgehen lassen.

San Christobal

Allein wegen dem grandiosen Markt lohnt sich ein Besuch.

Playa del Carmen und Umgebung
,,Macht euch schonmal drauf gefasst, dass ihr Mexiko jetzt eigentlich schon wieder verlasst." ,,In der Gegend von Cancun würde ich es keine zwei Tage aushalten."...
So oder so ähnlich waren die meisten Reaktionen der Leute, denen wir erzählt haben, dass wir jetzt nach Playa del Carmen weiterreisen. 
Was die Stadt selbst angeht, stimme ich definitiv zu, das hat nichts mit dem echten Mexiko zu tun, sondern ist eben eine für Touristen ausgelegte Konsummeile mit vielen Shopping Malls und billigen Clubs.
Ich muss aber auch ehrlich zugeben, dass ich nach all dem ,,real Mexiko" was wir in der Zeit erlebt haben, ganz froh war mich mal wieder in Zivilisation und englischsprachigem Raum zu befinden.
Soviel zu der Stadt Playa. Was aber die Umgebung betrifft, hat man viele wunderbare Möglichkeiten dem Tourismus zu entfliehen und an die schönste Strände zu gelangen, die mit dem Kollektivo alle sehr leicht zu erreichen sind.
Es gibt so viel Tolles zu erkunden, dass ich locker noch zwei Wochen länger dort hätte verbringen können.

Xpu-Ha war der schönste Naturschutzstrand, an dem ich je gewesen bin.
Ca vier Stunden entfernt liegt Laguna Bacalar, auf jeden Fall eine Übernachtung wert!
Ich finde Mexiko wirklich traumhaft zum Reisen, da es so viele verschiedene Seiten zu bieten hat. Allerdings muss man auch darauf gefasst sein, mit sehr viel Elend und Armut konfrontiert zu werden.
Für mich steht fest, dass es definitiv nicht meine einzige Reise in dieses wundervolle Land war, es gibt einfach noch zu viel zu sehen.

Wart ihr schonmal in Mexiko und was sind eure nächsten Reiseziele? Wer spezifische Fragen hat, kann mir übrigens gern eine Email schreiben.
Grüße

Mittwoch, 7. Juni 2017

Wer bin ich eigentlich?

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber wenn ich Blogs lese oder Youtubevideos schaue, interessiere ich mich immer ein Stück weit für die Person, die den Content produziert. Und das auch, wenn es sich beispielsweise um einen reinen Kochkanal oder Bücherblog handelt.
Man lernt den Blogger/Youtuber im Laufe der Zeit ja sowieso besser kennen, trotzdem verrate ich euch im ersten Post jetzt vorneweg gleich ein paar persönliche Dinge über mich.

1 Ich befinde mich gerade in der Übergangsphase zwischen Abitur und Studium, denn wie die Meisten, hatte ich nach Schulabschluss erstmal keinen rechten Plan, wohin mein Leben gehen soll.

Das Einzige was feststand und erfolgreich umgesetzt wurde, war eine zweimonatige Auslandsreise.

2 Glücklicherweise bin ich was meine Zukunft angeht, mittlerweile schon einen kleinen Schritt weiter gekommen. 

Ich habe lange Zeit mit der Suche nach dem richtigen Studium gehadert und mich jetzt dazu entschlossen im Oktober Sozialwissenschaften zu studieren.

3 Aktuell wohne ich zwar noch in München, werde diese Stadt aber so schnell wie möglich verlassen. München und ich, das war schon immer eine Hassliebe. Einerseits ist die Stadt wunderschön und bedeutet für mich Heimat, andererseits bin ich absolut kein Fan von der Mentalität hier und will eigentlich schon lange weg.


4 Ich lasse mich unglaublich gerne von Anderen inspirieren. Und damit meine ich keine celebrities, sondern die Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung. 

Seien es Freunde, Bekannte, Familienmitglieder, die nette Kassiererin oder der ältere Herr im Wartezimmer. 

5 Ich bin sehr tiefgründig und könnte mich stundenlang über philosophische Themen unterhalten.

Prinzipiell hinterfrage ich fast alles und verliere mich dabei öfter mal in meinen eigenen Gedanken. Wer kennt das?

6 Ich treibe schon immer sehr viel Sport und würde mich gar als regelrechten ,,Fitnessfreak" bezeichnen. Ich brauche dieses Gefühl meine eigenen körperlichen Grenzen auszutesten und könnte mir ein Leben ohne sportliche Betätigung gar nicht mehr vorstellen.


7 Ich besitze mittlerweile eine riesengroße Sammlung an Zitaten. Wann immer mir ein paar schöne Zeilen begegnen, muss ich sie mir irgendwo notieren.




Ob das jetzt interessant war weiss ich auch nicht so recht, zumindest kennt man mich jetzt ein klitzekleines Stückchen besser. Wenn Jemand diese Zeilen gelesen hat, würde ich mich wahnsinnig freuen, wenn Du mir auch irgendetwas über Dich verrätst! Xoxo


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Freitag, 28. April 2017

Hello, it`s me..

Ja, wie fängt man jetzt am Besten an?

Ich versuche mich kurz zu halten: Ich bin Amanda, 18 Jahre, aus München und habe totale Lust wieder zu Bloggen! Wieder, weil ich vor genau vier Jahren schon einmal für zwei Jahre regelmäßig einen Blog gepflegt habe (der hier damals Amandas, wow wie einfallsreich ich doch war).
Als dann mit der Zeit immer mehr Personen aus meinem Umfeld meinen Blog entdeckt haben und er mehr und mehr zum Gesprächsthema wurde, war mir die ganze Sache irgendwie unangenehm. 
Was leider zur Folge hatte, dass ich - von Selbstzweifeln geplagte Vierzehnjährige - meinen damaligen Blog gelöscht habe.

Trotz der vier Jahre Blogpause, habe ich aber nie aufgehört zu schreiben, zu fotografieren und mir zu allem Möglichen meine Gedanken zu machen.
Doch wohin nun mit all den Bildern, Texten und Themen in meinem Kopf?

Seitdem ich dann im letzen Juni mein Abi gemacht habe, schwebte mir der Gedanke immer wieder im Kopf herum, noch einmal neu mit dem Bloggen zu beginnen.
Das was mich tagtäglich beschäftigt, beschäftig sicherlich auch den ein oder anderen jungen Menschen da draußen, weswegen ich meine Gedanken auch gerne öffentlich teilen möchte.
Und vielleicht erkennt sich ja tatsächlich Jemand, in dem was ich schreibe ein bisschen wieder. 
Oder fühlt sich einfach nur unterhalten, verstanden, inspiriert? (das wäre wohl mit das Allerschönste!).

In meinem Menü könnt ihr unter About, ein bisschen mehr über meine Person und soulstories lesen.
Das Ganze hier soll ein Mix aus Texten, Themen, Tipps, Fotos, Reiseinspirationen usw werden, mal sehen in welche Richtung der Blog verlaufen wird.
Wenn also Irgendwer da draußen Lust hat, von nun an ein bisschen mehr aus dem Leben und Gedankenchaos einer Achtzehnjährigen zu erfahren, würde mich das wirklich seehr freuen!

Bis dahin gute Zeit und vielleicht sieht man sich ja wieder.