Mittwoch, 20. September 2017

#Gedankenchaos 3

... über das Zulassen negativer Gefühle und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber

What doesn't´t kill you makes you stronger. Really? Manchmal zweifel ich ernsthaft an dieser Aussage.
Ich blicke auf die letzten drei Jahre meines Lebens zurück und seufze. Es waren definitiv mehr Regentage als Sonne dabei. 

Gedankenverloren scrolle ich durch meine Fotomediathek. Ich bin ein Mensch, der schon immer sehr viel fotografiert hat, weil ich weiß, dass mir später sonst Erinnerungen fehlen werden.


2017 - Es finden sich überwiegend Urlaubsfotos in meiner Mediathek vor. Italien, Israel, Berlin, Hamburg, Köln, Mexiko, Boston, New York.

,,Das muss ein tolles Jahr gewesen sein, nicht? Du bist ja wahrhaftig viel rumgekommen."
,,Ja, ich bin viel gereist und dankbar für all die Erfahrungen. Aber es war trotzdem kein leichtes Jahr für mich.", antworte ich und lächle dabei entschuldigend.
All die negativen Erinnerungen schießen mir in den Kopf. Wie ich in Hamburg in der Notaufnahme sitze. Wie ich in Mexiko einsam am Strand bin und darüber grübele, was genau mich von Anderen unterscheidet. Wie auf der Hosteltoilette in Tel Aviv eine Welt über mir zusammenbricht, während die Anderen draußen Korken knallen. Wie in Italien mein Bauch rumort und mir schlaflose Nächte bereitet. Wie ich in Boston im Café sitze und meine Freundin frage, ob sie denkt, dass ich noch essgestört bin. ...
Die Fotos, die an jenen Tagen entstanden sind überspringe ich. Stattdessen verharre ich bei den schönen Momenten. Schließe für einen Moment die Augen und bin gedanklich wieder in den Straßen New Yorks. Mit all den interessanten Persönlichkeiten um mich herum. Hier fühle ich mich wohl. 
In Berlin laufe ich über die Oberbaumbrücke und atme die Stadt ein, mit dem Gedanken, dass ich eines Tages hier leben werde. Weil ich mich hier zugehörig fühle, akzeptiert.
In Zicatella sitze ich am Strand, sehe zu wie die Sonne untergeht und fühle all die positiven Vibes um mich herum. Für diese Momente hat sich das Jahr gelohnt.

Außer den Fotos von meinen Reisen, habe ich von 2017 wenig Bildmaterial. Ein paar Screenshots, die ich augenblicklich in den Papierkorb verfrachte. Erinnerungen an ein paar gescheiterte Tinderdates. Auszüge aus einigen Chats, wo ich mich beim Durchlesen ernsthaft frage, ob ich mir die sexuelle Anziehung damals vielleicht eingebildet habe. Außerdem einige Spiegelselfies, die in meiner anfänglichen Fitnessphase entstanden sind. Rückblickend habe ich es wohl zu gut gemeint, ladies lasst euch gesagt sein, dass euch auch ein Fitnesswahn krank machen kann. 


2016 - Erinnerungsfotos an ihn, die ich augenblicklich lösche, weil es schmerzt sie anzusehen. Clubfotos aus den Wochen nach meinem achtzehnten Geburtstag. Viel Berlinliebe, meine erste ,,Alleinreise", auf der ich eine unfassbar liebe Person kennengelernt habe.

Fotos von Verwandten, die ich besucht habe und gerade bin ich heilfroh, dass ich nicht wie damals geplant in Würzburg studieren werde. Screenshots von diversen Schichtplänen der zahlreichen Nebenjobs, die ich nach dem Abi begonnen habe. Unzählige Aufnahmen vom Tag der Abiverleiung, die beim Anschauen ein Übelkeitsgefühl in mir hervorrufen. Abfotografierte Formeln, Hefteinträge, Spicker und dazwischen ein paar gelangweilte Selfies, die in meinen Lernpausen entstanden sind. Jetzt ist mir wirklich schlecht.

2015 - Mir wird flau in der Magengrube. Ich klicke mich noch kurz durch einige Aufnahmen, die mir mein abgemagertes ich präsentieren und klappe den Laptop zu. Meine Stimmung wird hierdurch gerade nicht besser. (Interessiert euch ein Post zu meiner früheren Essstörung?)

An manchen Tagen erscheint mir mein Leben zu düster um noch positiv denken zu können. Jede andere Art von Blogpost würde mir im Moment fake vorkommen. Wir alle kennen die ,,mir geht es gut" Aussage, zu der wir uns manchmal standardmäßig zwingen. 
Gerade kann ich das nicht. Ich lebe meine Gefühle lieber aus und gebe ihnen nach, anstatt permanenten Widerstand zu leisten. Oft verbessert sich der Zustand nämlich allein dadurch schon ein wenig. 
Die meiste Zeit versuche ich immer stark zu sein und das Gute in den Dingen zu sehen. Versuche mir meine Lebensfreude zu bewahren, egal was gerade um mich herum geschieht. 
Aber selbst die stärksten von uns knicken ab und zu ein. Und dann ist es okay, wenn es passiert. 
Ich habe für mich gelernt nicht mehr zu kompensieren, wenn es mir schlecht geht, sondern es zuzulassen. Es zu akzeptieren, anstatt mich dafür zu verachten.
Ich fühle mal schwarz, mal weiß, so bin ich eben. Und je nachdem was ich fühle, gibt es hier unterschiedlichen Content zu lesen. 
Zu sagen, dass es uns gut geht ist wesentlich leichter, als zuzugeben, dass es nicht so ist oder? Oft überlegt man zweimal, wie man auf die ,,wie gehts" Frage antworten soll und ich entscheide mich meistens für die Standartantwort, auch wenn dem nicht so ist. Auf meinem Blog möchte ich ehrlich sein, denn dafür habe ich ihn gegründet.

Ich hoffe dir, du der/die das gerade liest, geht es gut. Und wenn nicht, big hug, after every rain comes the sun.


 Photo by Christopher Windus on Unsplash


Sonntag, 17. September 2017

End of Summer Tag

Um den Herbst auch auf meinem Blog offiziell einzuläuten, mache ich heute beim End of Summer Tag mit, den ich bei luiseliebt auf dem Blog entdeckt habe.
Den Sommer noch einmal Revue passieren lassen und voller Zuversicht den Herbst begrüßen. Dieses Jahr ausnahmsweise mal ohne Melancholie und stattdessen in Vorfreude auf das, was bevorsteht.

Lieblingsurlaub in diesem Sommer?

Mein Sommer hat eigentlich übers ganze Jahr verteilt stattgefunden, weil ich auch meinen zweimonatigen Auslandsaufenthalt am Anfang des Jahres mit dazu zähle.
Deshalb lautet die Antwort definitiv Mexiko. Die Reise war zwar kein Urlaub im klassischen Sinne, aber eine Erfahrung dank der ich viele atemberaubende Ecken dieser Welt sehen durfte. 




Hattest du eine Sommer-Bucketlist und wenn ja- hast du alles abgehakt?

Eine Buckeltest für diesen Sommer hatte ich nicht, deshalb erübrigt sich die Frage eigentlich.
Ich habe mehr in die Sommermonate hineingelebt, ein bisschen in der Eisdiele gejobbt und viel für meine Fitness getan. Aber auch einige nicht so schöne Phasen habe ich durchlebt, die Summertime Sandes hat immer wieder mal bei mir vorbei geschaut.

Pool, See oder Meer?

Alle drei. Pool zum entspannen und immer wieder mal reinhüpfen oder auch mal ganz in Ruhe Bahnen schwimmen, ohne hinderlichen Wellengang.
Seen liebe ich als Zufluchtsort, wenn mir die Großstadt mal aufs Gemüt drückt und meine Seele Natur braucht und das Meer wird für mich immer ein heiliger Ort sein, weil ich zu selten dort bin (und weil es meine Pickel besser bekämpft, als jegliche Antipickel Creme)..

Was war das spontanste, was du diesen Sommer getan hast?

Um Mitternacht noch eben für ein Date getroffen und ein Urlaubsticket nach Israel gebucht, über das ich keine drei Minuten nachgedacht habe.

Wann endet der Sommer für dich?

Jetzt. Gestern war mein Geburtstag und mit diesem Tag endet für mich auch jährlich der Sommer.
Außerdem steht 2017 kein Strandurlaub mehr für mich an, sondern noch ein kurzer Städtetrip und Städtetrips gehören für mich in den Herbst.

Eine Sache, die du dir für den nächsten Sommer vornimmst?

Ich möchte auf jeden Fall alleine Interrailen und gerne mal ein Festival besuchen. Wenn man auf Instagram lauter Festival Aufnahmen zu Gesicht bekommt, ist man schon gereizt auch mal die Erfahrung machen.

Das beste Essen in diesem Sommer?

Eiskaffee und Gemüse in jeder Form. Letzteres gehört zwar nicht zwangsläufig zum Sommer dazu, wenn es heiß ist bevorzuge ich jedoch leichte Gerichte und mit ein bisschen Gemüse kann man mehr zaubern, als ich bislang dachte.

Warst du auf einem Konzert?

Diesen Sommer konnte ich Fritz Kalkbrenner zum zweiten Mal live genießen.
Das Konzert fand zwar an einem eher Herbstwetter Tag statt, war aber trotzdem wunderbar.




Lieblings-Beauty-Produkte im Sommer?

Meine Routine ändert sich eigentlich nicht sonderlich durch die Jahreszeiten, daher kein ich kein spezielles Produkt nennen, außer SONNENCREME.

Ein besonderer Moment, den du ganz sicher nie vergessen wirst?

In Mexiko hat unser mexikanischer Mitbewohner uns zu einer Privatparty mitgenommen, auf der wir mit viel Mezkal im Blut (mexikanischer Schnaps) die ganze Nacht Salsa getanzt haben- oder es zumindest versucht haben. Das war mal eine Partyerfahrung der anderen Art, wo zusammen getan wurde und nicht jeder für sich alleine zu abgespacter Elektromusik abgeht, wie in den deutschen Clubs.
Außerdem habe ich eine grandiose Partynacht in Hamburg erlebt, mit anschließendem Fischmarktbesuch bei Sonnenaufgang, sollte man definitv mal erlebt haben, wenn man in Hamburg zu Besuch ist.




Liebstes Sommerlied?

Querbeet alle Lieder von Jack Johnson, meiner Meinung nach gibt es keine entspanntere Musik für Reisen. Außerdem let it be von John Lennon und mein absoluter Favorit war sittin on the dock of the bay, dieses Lied wird mich für immer an den Sommer 2017 erinnern.




Fühlt euch alle getaggt ❣ 

Dienstag, 12. September 2017

Lieblingszitate ♥

Zitate sind eine große Leidenschaft von mir, jedes Mal wenn ich ein paar schöne Zeilen lese, Sätze die bei mir etwas auslösen, vermerke ich sie. Es gibt so viele wunderbare, wahre Zitate, die zu verschiedenen Lebenslagen passen. Mal erinnern sie an eine bestimmte Situation, rütteln wach oder lassen einen einfach in Gedanken schweben..
Meine liebsten Zitate, die ich verinnerlicht habe und die sich in meinem Leben immer wieder bewahrheitet haben möchte ich mit euch teilen. 


,,Sometimes we create our own heartbreaks through expectations"
Meine bisherige Lebenserfahrung hat mir immer wieder gezeigt, dass hohe Erwartungen kontraproduktiv für das eigene Glück sind.
Die größten Enttäuschen habe ich in Situationen erlebt, in denen meine Erwartungen besonders groß waren, wohingegen die schönsten Dinge oft genau dann eingetreten sind, wenn ich völlig unvoreingenommen war. 
Wenn du den Dingen neutral begegnest, kannst du nicht enttäuscht, sondern höchstens positiv überrascht werden.
Der Anfang ist immer am allerschwersten, während uns der Rest meist selbst von der Hand geht. 
Ich hätte diesen Blog fast nicht gegründet, weil ich der Meinung war, dass der Zeitpunkt noch nicht gut genug ist.
Hätte ich es schlussendlich nicht doch noch getan, weiß ich dass ich wohl nie wieder zum Bloggen gekommen wäre. Wenn du etwas ändern/erreichen möchtest, fang sofort damit an, denn der ,,perfekte" Zeitpunkt ist immer genau jetzt.
Ich vertraue auf dieses Zitat und bin überzeugt davon, dass es für uns Alle da draußen unseren persönlich richtigen, einzigartigen Weg gibt, den wir nur selbst für uns finden können (da kommt wohl das Spirituelle in mir zum Vorschein).                                                    
Braucht man nicht viel mehr zu sagen, oder?


Ich mag all das was jenseits der Norm liegt. ,,Normal" ist vielleicht repräsentabel und gesellschaftsfähig, jedoch alles andere als aufregend.
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir immer wieder unsere Comfort Zone verlassen und Ängste überwinden müssen, um das zu bekommen, was wir uns erträumen.                
Macht euer eigenes Glück niemals von anderen Personen abhängig. Zu meinen ein anderer Mensch könnte eure persönlichen Probleme ,,lösen"oder gar kompensieren ist ein Irrglaube und absolut nicht gesund. 
Ich finde vor Allem in Partnerschaften ist es wichtig sich nicht komplett auf den Anderen zu fixieren. Das wichtigste ist, dass wir für uns allein gerade stehen können und eine gute Beziehung zu uns selbst aufbauen, denn vergiss nie: Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben und sonst niemand.                                                                         
In Sidos uraltem Song ,,Herz" sagt er an einer Stelle, dass das was dir dein Herz sagt, zwischen allen anderen Meinungen, die außenrum noch existieren, die Beste ist. Der Überzeugung stimme ich zu.   
Reden soll silber und Schweigen gold sein? Das kann ich anhand meiner bisherigen Erfahrungen nicht bestätigen.
Egal was euch beschäftigt, sprecht es an, bevor es zu spät ist.

Mit der Einstellung konnte ich einige ,,Beziehungen" ein Stück weit schmerzfreier hinter mir lassen.
Dieser Spruch versinnbildlicht sehr schön, was ich im Leben als wichtig erachte. Ich bin kein Mensch, der Vergangenes bereut, sondern sehe Dinge, die schief gelaufen sind als Ansporn für eine bessere Zukunft.
Was sind eure Lieblingszitate?

Mittwoch, 6. September 2017

Was ich aus meiner Nachabizeit mitnehmen kann


Im Juni 2016 habe ich die Schule beendet. Das ist über ein Jahr her und wenn ich jetzt an meine Schulzeit zurückdenke, kommt sie mir vor wie ein anderes Leben.
Noch nie hat sich ein Jahr so lang angefühlt, wie das Jahr nach dem Abitur und selten habe ich so viel für mich persönlich gelernt wie in dieser Zeit. Es war definitiv eins meiner schwersten Jahre und trotzdem bin ich unglaublich froh mich so entschieden zu haben, anstatt gleich mit irgendeinem Studium etc zu starten. Ich weiß genau, hätte ich anders gehandelt wäre mir immer die ,,was wäre wenn Frage“ im Kopf herumgekreist. Ich hätte mir immer Vorwürfe gemacht und mich gefragt, was wohl anders gelaufen wäre, wenn ich zunächst ein ,,freies“ Jahr verbracht hätte.
Jetzt stehe ich am Ende meiner Nachabizeit und kann guten Gewissens sagen, dass ich nun reif für ein neues Kapitel bin. Ich bin bereit alles hinter mir zu lassen, in eine neue Stadt zu ziehen und mit dem Studium zu beginnen, das ich mir für mich ausgesucht habe.
Und ich möchte all meine learnings aus diesem Jahr in die Zukunft mitnehmen und euch gerne daran teilhaben lassen.

Fremde Entscheidungen werden dich NIE glücklich machen 
quelle

Diesen Satz gab es so oder so ähnlich bestimmt schon zig Male auf meinem Blog zu lesen, ich möchte euch dazu aber noch einmal zwei persönliche stories aus meinem Leben erzählen.
Die erste bezieht sich auf die Trennung meiner Eltern, die schon vor vielen Jahren stattgefunden hat. Seitdem habe ich wöchentlich meinen Wohnort gewechselt und habe immer eine Woche bei meiner Mutter und eine Woche bei meinem Vater gelebt. Das ging eine Zeit lang gut, bis sich im Laufe der Jahre immer mehr Krisen in der Beziehung zu einem Elternteil entwickelt haben. Zunächst hat sich mein Bruder von dem wöchentlichen Hin- und Her verabschiedet und seinen Wohnsitz dauerhauft auf einen Ort verlagert und im Laufe der Zeit ging es auch mir immer schlechter mit dem Wechsel.
Meine Familiengeschichte ist insgesamt etwas komplizierter, worauf ich nicht explizit eingehe, ich kann euch aber sagen, dass ich dieses wöchentliche Umziehen bestimmt zwei Jahre lang gegen meinen Willen mitgemacht habe. Aus Verantwortungsgefühl dem einen Elternteil gegenüber und aus Angst vor der Reaktion, wenn ich zugebe mich in dieser Konstellation nicht mehr wohl zu fühlen. In ,,normalen“ Trennungsverhältnissen ist die Entscheidung des Kindes, bei einem Elternteil zu leben, sicherlich nicht so ein großes Thema, wie es bei mir der Fall war..
Ich habe so lang wöchentlich meine Koffer gepackt, bis ich einen Punkt erlangt hatte an dem es einfach nicht mehr so weiter ging. Ich wusste, wenn ich jetzt nicht handle und meine Bedürfnisse ernst nehme, werde ich daran zerbrechen, so dramatisch das vielleicht für Außenstehende klingt.
Also habe ich das befürchtete Drama in Kauf genommen und mich zunächst durch ein paar Höllenwochen gekämpft, jedoch mit der Zeit immer mehr stillschweigende Akzeptanz für meine Entscheidung erhalten.
Und endlich war ich frei, hatte ein festes Zuhause und konnte mich so auf mein Abitur konzentrieren. Ich hatte die Entscheidung durchgesetzt, vor der ich nächtelang Angst gehabt habe und siehe da, mittlerweile ist das Verhältnis zu dem Elternteil wieder auf einem sehr guten Niveau angelangt.
Die zweite story bezieht sich auf zwei Praktika, die ich mir mehr oder weniger nicht selbst ausgesucht habe. Es gab Zeiten im letzten Jahr, in denen ich sehr ratlos war, wie ich sie am effizientesten für mich nutzen soll und wenn man selbst erstmal keine Idee hat, neigt man oftmals dazu Anderen die Entscheidung zu überlassen. Deshalb ist es zweimal zu der Situation gekommen, dass ich Praktikumsverhältnisse begonnen habe, die ich statt geplanter Dauer von drei Monaten, in beiden Fällen nach zwei Tagen schon wieder gekündigt habe. Und jedes Mal war es ein riesen act, der mit großer Enttäuschung einherging. Enttäuschung seitens der Person, die sicherlich guten Willens war zu meinem Besten entschieden zu haben und Enttäuschung über mich selbst, dass ich mich überhaupt in die Situation begeben habe.
Also habt keine Angst davor andere Menschen zu verletzten, nur weil ihr nach euren Bedürfnissen handelt, anfangs mag es vielleicht so sein und man muss die Enttäuschung der Anderen in Kauf nehmen, wenn ihr aber erstmal für euch selbst entschieden habt, wird das mit der Zeit auch euer Umfeld akzeptieren.

Du brauchst dich nicht für das zu rechtfertigen, was du bist

Wenn du etwas tief in deinem Innersten möchtest, dann lerne dafür einzustehen und rechtfertige dich
nicht ständig. Es ist ein gutes Gefühl ehrlich zu dem zu stehen, was man möchte und wie man selbst am besten lebt, ohne stets eine Begründung dafür abzugeben.
Ich möchte dir ein paar random gewählte Beispiele dafür nennen:
Du magst es vielleicht Sex mit verschiedenen Männern zu haben, ohne eine feste Beziehung einzugehen?
Bist du vielleicht insgeheim gar kein Reisetyp, sondern willst nach dem Abitur lieber ein Fsj in deiner Heimat verbringen, auch wenn es sich nach außen hin nicht so ,,cool“ anhört?
Ist es dein Traum Autorin/Schauspielerin etc zu werden, wo dein Umfeld doch meint du sollst Bwl studieren?
Gehst du im Urlaub lieber früh ins Bett um etwas vom Tag zu haben, anstatt jeden Abend zu feiern?
Erfüllt dich Feiern vielleicht gar nicht, sondern führst du lieber philosophische Gespräche?
Trinkst du morgens lieber Kakao, an Stelle von grünen Smoothies?
Schminkst du dich im Alltag gern stark und wirst dafür kritisiert?

Tu all das was dich glücklich macht, auch wenn die Gesellschaft dir vermeintlich etwas anderes vorschreibt. Und das Wichtigste - rechtfertige dich nicht dafür, wir sollten nie vergessen, dass man uns allen nur ein Leben geschenkt hat.

Reisen lohnt sich um herauszufinden, was du nicht willst – und im Gegenzug zu erkennen, was du willst

Nirgends sonst lernst du so viele verschiedene Menschen und Lebensstile kennen, wie wenn du auf Reisen bist. Deshalb rate ich dir erstmal dazu, dir gut zu überlegen mit wem du reist, wenn du nicht vorhast es allein zu tun. Denn wenn die Erwartungen und Interessen deines Reisepartners nicht mit deinen übereinstimmen, kann die Situation schnell heikel werden.
Viele Momente auf meinen Reisen habe mir die Augen geöffnet, weil ich oftmals erkannt habe, dass jenseits meiner Vorstellungen noch ganz andere Arten und Weisen existieren, wie man ein Leben gestalten kann.
Reisen ist meiner Meinung nach vor allem sinnvoll, um bewusst über die verschiedensten Blickweisen und Möglichkeiten zu werden, die dir das Leben bietet. Je mehr du dich mit anderen Menschen unterhältst und wenn du stets neugierig und weltoffen bist, merkst du ganz schnell, wer und was dich inspiriert und auch womit du dich gar nicht identifizieren kannst. Oftmals können einen solche Erkenntnisse auch ganz schön verblüffen, zumindest ging es mir so.

Zu wissen was man nicht will, ist ein guter Schritt in die richtige Richtung

Wissen was sie wollen tun die Wenigsten, meistens haben wir aber eine genaue Vorstellung davon, wie unser Leben auf keinen Fall aussehen soll.
Oft ist schon ein Anfang damit getan sich die Dinge bewusst vor Augen zu führen, die uns mit Sicherheit nicht wünschenswert erscheinen, um dann im Umkehrschluss vielleicht herauszufinden, was davon dem Gegenteil entspricht.

Praktika lohnen sich in jedem Fall

Auch zu dem Punkt kann ich dir eine persönliche Geschichte erzählen. Über lange Zeit habe ich geglaubt, es wäre mein Traum streetworkerin zu werden und Menschen mit Problemen neue Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie ihr Leben in den Griff bekommen.
Also habe ich mich informiert welche Streetworkerstellen es in meiner Stadt gibt und wo ich die Möglichkeit habe, mir einen Einblick in die praktische Arbeit eines Streetworkers zu verschaffen.
Und schon nach dem ersten Arbeitstag, den ich live miterlebt habe war mir klar, dass diese Arbeit hauptberuflich überhaupt nichts für mich wäre. Und diese Erkenntnis hat sich mit zunehmenden Eindrücken aus dem Berufsfeld der sozialen Arbeit immer mehr bestätigt.
Hätte ich diese praktischen Erfahrungen nicht gemacht, würde ich mich nächsten Monat höchstwahrscheinlich in einem Studium der sozialen Arbeit befinden und etwas verspätet feststellen, dass mein vermeintlich richtiger Berufsweg, mir in Wahrheit gar nicht entspricht.

Du hast im Leben immer zwei Optionen
quelle

Egal in welcher Lebensphase du dich befindest, egal welchen struggle du gerade durchmachst, letzten Endes hast du immer die Wahl für welchen Weg du dich entscheidest.
Entweder du gibst dich deinem ,,Leid" hin, versinkst darin und siehst dabei zu wie dein Elend immer größer wird, während deine Kraft und Lebensfreude immer mehr verschwinden -
Oder du siehst das ganze als Challenge für dich selbst an, lässt dich nicht unterkriegen, lernst gewisse Dinge zu akzeptieren und gibst weiterhin dein Bestes. Wenn es einem gerade schlecht geht, will man dieses hippimäßige Blabla oft nicht hören, realistisch gesehen gibt es aber eben nur diese beiden Optionen oder?
Ich habe gelernt, dass man mit Variante zwei stets besser fährt!


Samstag, 2. September 2017

Collection of the good things

In letzter Zeit war alles wieder so drunter und drüber, eine Berg- und Talfahrt, so wie eigentlich meistens der Fall. Ich bin ein sehr launischer Mensch, manchmal zu launisch, sodass ich an einem Tag höchster Euphorie bin und mich am Nächsten schon wieder im dunkelsten Loch befinde. 
Das Gute an der Sache ist, dass ich mich inzwischen soweit kenne, dass ich weiß dass ,,dunkle Tage" auch wieder vorüber gehen.
Trotzdem wird immer und überall gepredigt, dass ein Großteil unseres Gemütszustandes reine Einstellungssache ist, ob wir das Glas nun eben als halbvoll oder - leer betrachten, hängt letzten Endes nicht von den äußeren Umständen ab.
Da ich mich selbst eher als chronischen Pessimisten bezeichnen würde, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, von nun an jedes noch so kleine positive Ereignis schriftlich mit dem jeweiligen Datum zu dokumentieren. Diese persönliche ,,Challenge" habe ich mir selbst auferlegt, um meinen Fokus generell ein Stück weit mehr auf die positiven Aspekte im Leben zu richten. Und ich muss erstaunlich feststellen, dass mir das auf diese Weise schon ganz gut geglückt ist. 
Besonders in Phasen, die einem nicht so leicht erscheinen, neigt man oft dazu alles sehr schwarz zu sehen und die schönen Dinge gar nicht mehr richtig wahrzunehmen. Wenn man sie allerdings bewusst jedes Mal schriftlich festhält, stellt man wie ich am Ende des Monats fest, dass einem doch noch eine ganze Menge gute Dinge widerfahren, mögen sie vielleicht noch so banal sein. Und wenn man sich dann mal wieder in einem Loch befindet, liest man sich seine Liste durch und wird wieder daran erinnert, dass das Leben auch schön sein kann.
Mal sehen ob ich das so weiterführe?!

19.07.17 - nach einem produktiven Tag am See liegen und die Abendsonne auf der Haut spüren, die nun nicht mehr brennt, sondern nur noch angenehm wärmt.


20.07.17 - alte Freundschaften wiederbeleben und feststellen, dass die Verbindung immer noch exakt dieselbe ist, wie damals.


23.07.17 - zum ersten Mal bouldern gewesen. Tatsächliche gibt es mehr Sportarten, die es sich lohnt auszuprobieren, als man meint.


24.07.17 - stundenlange late night Telefonate mit der besten Freundin. Einfach mal über alles reden tut echt verdammt gut.


28.07.17 - überraschende Zusage für den gewünschten Studienplatz erhalten, große Freude.


03.08.17 - spontanes late night treffen. Eis essen und Weißwein trinken bei nächtlichen 28 Grad, über diesen Sommer kann ich mich definitiv nicht beklagen.


05.08.17 - einen Freitag Abend entspannt verbringen. Mit den richtigen Leuten und Gesprächen über Gott und die Welt, da braucht es nicht mal Alkohol.


06.8.17 - nach einer durchgetanzten Nacht, bei Morgengrauen und im Suff erstmal Pizza bestellen, that´s life.


07.08.17 - erneut die Bestätigung dafür erhalten, eine bestimmte Person mit reinem Gewissen aus dem eigenen Leben zu entfernen. Kennt ihr diese ,,eigentlich hab ich´s die ganze Zeit über schon gewusst" Momente?


09.08.17 - Vorfreude auf den anstehenden Urlaub. 


12.08.17 - 20.08.17 - Italien 


21.08.17 - Reunion of the best; nach viel zu langer Zeit endlich mal Alle wiedersehen.


22.08.17 - ein Abschied der anderen Art. Ein bisschen melancholisch, aber in Frieden und Erinnerung an eine schöne Zeit.


29.08.17 - habt ihr schonmal Meditation im Freien ausprobiert? Solltet ihr, es lohnt sich definitiv um runterzukommen.


30.08.2017 - was kann einen manchmal glücklicher stimmen, als richtig gutes Essen?


01.09.2017 - Ikea = große Liebe




Welche Ereignisse der letzten Zeit sind euch positiv in Erinnerung geblieben?

Samstag, 26. August 2017

Gedankenchaos #2

...über das Label hochsensibel, Selbstfindung und Krisensmomente

Vor ein paar Wochen habe ich schonmal einen Post dieser Art verfasst, mit dem Titel late night thoughts, was im Grunde genommen auch nichts weiter war als ungefiltertes Herunterschreiben meiner Gedanken. Denken ist ja (leider) sowieso eine meiner Dauerbeschäftigungen, ich kann mich nur an wenige Momente erinnern in denen meine Gedanken mal ruhig waren und mich nicht bei meiner eigentlichen Tätigkeit gestört haben, wer da draußen kennt das noch?
Vor einiger Zeit ist ja dieser neue Trend oder die Kategorie (je nachdem wie man es betrachten möchte), der Hochsensibilität aufgekommen. Auf einmal haben sich sehr viele Social Media Persönlichkeiten mit dem Label hochsensibel versehen und auch ich habe mir, als diese Welle aufkam einige Beträge zu dem Thema durchgelesen und Videos darüber angesehen. Und für mich war sofort klar, dass diese Art der Persönlichkeit, der man jetzt eben einen Namen gegeben hat schon immer auf mich zugetroffen hat.
Für mich hat sich auf Grund des Labels hochsensibel nur rein gar nichts geändert, ich wusste schon immer, dass ich ein äußerst sensibler Mensch bin, der manche Dinge eben verstärkt wahrnimmt und anders empfindet, als die Meisten es wohl tun. Ich denke eine Eigenschaft, die wir ,,Hochsensiblen" (entschuldigt die Anführungszeichen, womöglich sollte ich diesen Begriff einfach vermeiden, wenn er mir nicht passt) alle gemeinsam haben ist, dass wir uns verstärkt Gedanken machen. Wir denken mehr über uns selbst sowie auch über unser Umfeld nach, als es weniger sensible Menschen (der Ausdruck gefällt mir schon besser) womöglich tun. Ich sehe das als zweischneidiges Schwert an, einerseits habe ich mir schon so oft gewünscht mein brain einfach mal für ein paar Minuten ausschalten zu können, die Gedanken auf stumm zu stellen. Sätze wie ,,wieso machst du dir denn über so etwas so viele Gedanken?/genieß doch einfach mal dein Leben und hör auf ständig alles zu hinterfragen und dich so sehr mit dir selbst zu beschäftigen.." sind mir mehr als geläufig, ich kriege sie vor Allem im Familienkreis ständig zu hören und nehme sie meist schon gar nicht mehr richtig war.
Und ich bin nicht der Meinung, dass die Menschen die mir so etwas sagen Unrecht haben, überhaupt nicht, nur hilft es Einem in der Situation meist nur bedingt oder gar nicht weiter.
Gib mal einem psychisch kranken Menschen den Rat, er solle aufhören sich Gedanken zu machen, ich glaube kaum, dass dem Menschen durch diesen Rat geholfen ist. Auch wenn es sicherlich die Lösung für viele psychische Erkrankungen wäre, sowie auch körperliche Symptomatiken oft stark durch unsere Psyche bedingt werden. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass man durch Gedankenkraft sehr viel steuern kann und fähig ist Krankheiten zu lindern, die Frage ist nur wie da genau die Vorgehensweise ist?
Wie genau geht denn nun dieses ,,sich keine Gedanken mehr machen/positiv denken" etc. Dafür habe ich zumindest noch keine wirkliche Erklärung gefunden.
Ich merke ich schweife an dieser Stelle ab. 

Nun habe ich mich nur über die negativen Aspekte beklagt, die mit hoher Sensibilität einhergehen, es gibt aber auch Vieles wofür ich auf Grund dieses Persönlichkeitszuges wirklich dankbar bin.

Ich reflektiere sehr viel und laufe nicht blind durch die Welt. Dadurch, dass man ständig (zwangsläufig) hinterfragt, baut man zu sich selbst eine sehr krasse Verbindung auf und ist auch eher dazu bereit Dinge zu ändern und Neues auszuprobieren. Außerdem erlebt man als sensibler Mensch Gefühle oft viel stärker, nimmt generell mehr wahr, was zum Einen negativ sein kann, da man Vieles vielleicht zu sehr an sich heranlässt und es zu stark mit sich selbst in Verbindung setzt. Andererseits lebt man dafür auch die positiven Gefühle umso extremer, Liebe, Geborgenheit, aber auch Adrenalin und Enthusiasmus. 
Ich könnte anhand meiner eigenen Erfahrungen noch viel mehr darüber schreiben, möchte aber lieber das teilen was mich aktuell so sehr beschäftigt.
Ich habe ja eben von einer starken Verbindung zu sich selbst geredet, die sensible Menschen mit der Zeit oft immer mehr entwickeln. Im Moment habe ich das Gefühl, mir ist diese Verbindung abhanden gekommen. Ich kann sie irgendwie nicht mehr richtig herstellen und das macht mich gerade unglaublich fertig. Krisen bahnen sich bei mir immer dann an, wenn ich das Gefühl habe den Faden verloren zu haben, es sich so anfühlt als wäre ich irgendwie vom Weg abgekommen.
Ich predige ja immer man soll auf sich selbst hören, die innere Stimme warnehmen und seiner Intuition vertrauen. Gerade habe ich das Gefühl als hätte ich keine Intuition mehr, bzw kann ich diese einfach nicht richtig deuten. 
Was will ich im Leben, wofür stehe ich, was macht mir eigentlich gerade Spaß, was tut mir gut? Diese ganzen Fragen stelle ich mir und bin jedes Mal mehr enttäuscht, weil ich merke sie nicht beantworten zu können. Ein banales Beispiel wäre der Sport. Macht es mir denn wirklich noch Spaß pumpen zu gehen, oder tue ich das aus einem Zwang heraus oder einfach aus purer Gewohnheit?
Was habe ich eigentlich für Prinzipien? Ich war schon immer Jemand, der sich sehr stark an Anderen orientiert hat, das muss ich mir leider offen und ehrlich eingestehen. Sobald ich eine Person inspirierend fand, hab ich mir sofort gewisse Muster dieser Person angeeignet, um dann letzten Endes aber immer feststellen zu müssen, dass ich damit nicht glücklich bin. Ganz einfach aus dem Grund, weil ich ich bin und nicht diese Person. Gott, ich hoffe das klingt jetzt alles nicht zu abgedreht. 
Der Weg zur Selbstfindung ist wie ich finde ein unglaublich schwerer, weshalb ich auch immer Menschen bewundere, die (zumindest nach außen hin) so wirken, als hätten sie ihre innere Mitte gefunden. Ich sage oft a und dann wieder b, an einem Tag entscheide ich mich für den Lebensstil und am nächsten Tag habe ich schon wieder ganz andere Ansichten.
Das lässt sich auf so viele Bereiche des Lebens übertragen, sei es die Ernährung, Sport, Hobbies, Beziehungen, Berufswünsche und und und. Im Moment herrscht bei allem Unklarheit und ich würde sehr gern wieder sortieren und etwas mir etwas Übersicht verschaffen.
Dieses Jahr war ich ständig auf Reisen und bin dadurch auch irgendwie dauernd davon gelaufen, sodass ich mich nicht mit diesen ganzen Themen beschäftigen musste. Ich habe mir diese Fragen nie ernsthaft gestellt, sondern eher irgendwie in den Tag hinein gelebt. Diese ,,wer bin ich eigentlich Gefühl" habe ich aber eigentlich schon jahrelang im Hinterkopf. Es schwirrt da irgendwo in meinen Gedanken herum und taucht immer mal wieder in bestimmten Situationen/Lebensphasen auf.

Ich hoffe ich habe Niemanden runter gezogen, dieser Blog ist für mich nur so etwas wie ein Tagebuch und so gern ich auch hilfreiche Tipps zur Krisenbewältigung etc an euch weitergeben würde, stecke ich genau da leider oft mittendrin.
Fühlt euch herzlich dazu eingeladen mir auch eure Gedanken dazulassen. 


Donnerstag, 24. August 2017

Italien Diary

Ich bin jetzt seit ein paar Tagen wieder aus dem Urlaub zurück und möchte gern mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. Die sieben Tage Italien haben echt unglaublich gut getan, dieses Land wird einfach für immer zu meinen Lieblingsreiseländern gehören. Schon als Kind bin ich regelmäßig nach Italien in den Urlaub gefahren und bis heute überkommen mich jedes Mal positive Gefühle wenn ich dort bin. Dieses Mal waren wir in der Nähe der Cinque Terre, für mich war es das allererste Mal dort und ich muss sagen, ich bin begeistert von dieser wundervollen Region.
Ich habe mir während dem Urlaub keine Notizen gemacht, allerdings war meine Kamera 24/7h mein treuer Begleiter, sodass ich euch nun tagebuchmäßig ein bisschen berichten möchte, wie wir den Urlaub verbracht haben.
Diese Art von Reisepost habe ich bei der lieben Anna auf ihrem blog gesehen und fand das eine sehr schöne Idee.

1

Der erste Tag bzw Abend, als wir angekommen sind verlief mal völlig anders als geplant und hat den Urlaub erstmal für einen Moment in Frage gestellt.
Wegen einem Todesfall in der Familie, der sich ca genau eine Stunde nach Ankunft ereignet hat musste der Mann meiner Mutter den Urlaub abblasen und sich gleich für den nächsten Tag einen Flug in sein Heimatland buchen.
Dieses Ereignis war ein ziemlicher Schock für alle Beteiligten und hat wieder mal gezeigt, dass viele Dinge im Leben nicht unerwarteter eintreten können. 
Von da an war also klar, dass wir die Tage jetzt zu viert verbringen werden, meine Mum, meine Schwester, meine Beste Freundin und Ich.

2

Morgens sind wir gleich los, um zum Bahnhof in Genova zu fahren. Nach der Verabschiedung war dann noch ein bisschen Zeit um wenigstens etwas von der Stadt zu sehen, auch wenn 40 Grad im Schatten nicht gerade optimale Bedingungen sind um eine Großstadt zu erkunden. Das bisschen was ich allerdings von Genova gesehen habe, hat mich schon sehr positiv beeindruckt, ich persönlich bin ein absoluter Fan von Hafenstädten, die ihren Charakter gerade dadurch erhalten, dass eben nicht alles blitzeblank ist. Falls ich wieder mal in der Gegend von Ligurien sein werde, werde ich definitiv nochmal einen Abstecher nach Genova machen.
Nachdem wir dann Alle völlig überhitzt und immer noch ein bisschen aufgewühlt auf Grund der Situation waren, sind wir dann noch an den Strand nach Lerici, der nicht allzu weit entfernt von unserem Ferienhaus gelegen war. 
Später haben wir den Tag dann auf der Terrasse unserers Ferienhauses ausklingen lassen, von der aus man einen wirklich traumhaften Panoramablick hatte. 


Genova Hafen

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Am nächsten Tag stand Erholung auf dem Programm und ich habe locker fünf Stunden lang in der prallen Sonne gelegen. Viele halten das ja gar nicht lang aus und ich will auch nicht bestreiten, dass stundenlanges in der Sonne liegen nicht unbedingt gesundheitsfördernd ist (trotz Sonnencreme), allerdings brauche ich diesen Vitamin D Tank einfach ab und an mal.
Der Strand an dem wir waren hieß Bahia Blu und war bis auf die Tatsache, dass er komplett überlaufen war (wie so ziemlich alle Strände um die Zeit), echt hübsch.
Später sind wir dann noch durch la Spezia gelaufen und haben den Tag dann so zu Ende gebracht.

Wir haben im süßen Codeglia gewohnt, ein ,,Dorf" mit gerade mal 13 Einwohnern.



Der vierte Tag war ebenfalls sehr relaxed und die erste Hälfte wurde mit Lesestoff und Musik im Ohr auf der Terrasse verbracht (ich habe es mir natürlich auch nicht nehmen lassen ein kurzes Workout zu absolvieren). 
Gegen Nachmittag sind wir dann an den Strand, haben unser Essen und alles Mögliche mitgenommen und sind dort dann bis zur Dämmerung verweilt. 


5, 6

Die beiden darauffolgenden Tage haben wir genutzt um uns die Cinque Terre anzusehen, mit dem Zug kann man alle Orte abfahren und aussteigen wo man möchte.
Insgesamt haben wir drei der fünf Orte besichtigt, Vernazza, Monterosso und Manarola.
Welcher Ort mir am meisten gefallen hat, fällt mir schwer zu sagen, alle drei haben mich auf Grund der Farbenvielfalt, der engen Gassen und wunderschönen Steilküste zum Staunen gebracht. 





7

Am letzten Tag musste ich wieder einmal feststellen, dass eine Woche Urlaub einfach viel zu kurz ist, egal wo man ist. Ich fange nach einer Woche meistens erst an mich wirklich einzuleben..

Tag sieben war dann nochmal ganz entspannt, mit Strand, Essen gehen und allem was eben so dazu gehört.




Einen Urlaub wie diesen habe ich lang nicht mehr erlebt, kein Abenteuerreisen sondern lediglich Ausruhen und neue Ortschaften erkunden. Genau das habe ich nach meinen letzten Reisen, die alle eher extravagant waren jetzt mal wieder gebraucht.

Es ist trotzdem ein komisches Gefühl zu wissen, dass dies jetzt höchstwahrscheinlich mein vorletzter Urlaub im Jahr 2017 war. Bisher gab es bei mir kein Jahr, in dem ich so viel gereist bin und so viel erlebt habe, dazu wird aber bestimmt nochmal ein gesonderter Post kommen.
Habt ihr noch Urlaubspläne für dieses Jahr?